Schausteller baut Dinosaurier auf Herner Kirmesplatz auf

Auch Infos gehören dazu: Ausstellungsmitarbeiter „Dino“ stellt Schilder mit Beschreibung neben die Exponate. Insgesamt arbeitet ein festes Team von 14 Mitarbeitern am reibungslosen Ablauf.
Auch Infos gehören dazu: Ausstellungsmitarbeiter „Dino“ stellt Schilder mit Beschreibung neben die Exponate. Insgesamt arbeitet ein festes Team von 14 Mitarbeitern am reibungslosen Ablauf.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Zwei Tage benötigt das Team von Schausteller Mario Sperlich, um auf dem Cranger Kirmesplatz die Dino-Expo aufzubauen. Die Modelle sind beeindruckend.

Herne.. Das große Urzeitkrokodil muss in der Mitte zusammengesteckt und verschraubt werden, der T-Rex-Körper wartet noch auf seinen Kopf und die kleineren ganzteiligen Modelle liegen am Vormittag recht einsam auf der feuchten Wiese. Seit Mittwochmorgen läuft der Aufbau für die Ausstellung „Dino-Expo XXL“ auf dem Cranger Kirmesplatz – ganz schön viel Aufwand für nur vier Ausstellungstage.

In den frühen Morgenstunden beginnen Ausstellungschef Mario Sperlich und drei seiner insgesamt 14 festen Mitarbeiter damit, Zäune mit Sichtschutz um die Veranstaltungsfläche aufzustellen. Blaue Planen und einige der Sattelschlepper, auf denen noch Equipment und Modelle lagern, versperren einen Großteil der Sicht von außen: „Das ist so gewollt“, erklärt Mario Sperlich, der am Vormittag den Gabelstapler fährt und die Abläufe koordiniert. Die Herner sollten ja nicht alle Dinosaurier schon vorher sehen, kleine Lücken zum Durchgucken regten aber das Interesse an.

22 Sattelschlepper für die Dinos

Zwei Tage werde das Team mit den Vorbereitungen beschäftigt sein. Dabei sei das Aufstellen der Modelle – das größte, ein Brontosaurus, misst 18 Meter Länge und ist acht Meter hoch – relativ schnell erledig. Aufwändig werde es beim Aufbau der Lebenswelten für die beweglichen Echsen, der Verkabelung, der Ausgrabungsstätten, eben dem ganzen Drumherum. Alles, was für die Dino-Expo benötigt wird, kommt mit 22 Sattelschleppern angeliefert. Während Sperlichs Mitarbeiter die Planen lüften, erinnern die an Zirkuswagen – nur befinden sich keine Käfige mit wilden Tieren, sondern eben Dino-Modelle darin. Mit insgesamt 250 Tonnen Gepäck reist das Team so von Ausstellungsort zu Ausstellungsort. Gerade kommen die Urzeitechsen aus Hannover, einen festen Standort haben sie in Magdeburg. In den vergangenen Jahren gastierte das Ausstellungsteam in den skandinavischen Ländern.

„Ich komme aus einer Schaustellerfamilie und bin da sozusagen reingewachsen“, erzählt Mario Sperlich, der in der inzwischen vierten Generation in der Branche ist. „Die Idee mit den Dinos hatte mein Opa“, fährt er fort. Denn der habe vor vielen Jahren eine ähnliche Ausstellung in Amerika gesehen und so etwas hätte es damals in Deutschland noch nicht gegeben.

Unter freiem Himmel

Inzwischen beträgt die Ausstellungsfläche 5000 Quadratmeter und die Gäste – zu 80 Prozent Kinder – können über 50 verschiedenen Dinosauriern begegnen. In einem der Sattelschlepper befindet sich eine Art kleines Kino, in dem 30-minütige Info-Filme über die Urzeit-Giganten laufen. Ein zu beiden Seiten ausklappbarer Hänger in der Mitte der Schau bietet etwas Dach, unter dem sich Gäste, wenn es regnet, unterstellen können. Da die meisten Dinos aber unter freiem Himmel stehen, hofft Sperlich auf gutes Wetter. Leider habe er den Kirmesplatz nur wenige Tage bekommen: „Gerne würden wir auch länger blieben.“