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Satte dunkle Blues-Töne sorgen für ein Gänsehautgefühl

17.01.2016 | 16:36 Uhr
Satte dunkle Blues-Töne sorgen  für ein Gänsehautgefühl
Aus „Wiglaf Droste & Frau Ado und die Goldkanten" wurde am Freitagabend „Frau Ado und die Goldkanten". Im Bild: Frau Ado alias Claudia Zahn, Pianist Guido Schlösser und Gitarrist Friedrich Küppersbusch.Foto: Jürgen Theobald

Herne.   Wiglaf Droste musste am Freitagabend in Herne passen, deshalb traten „Frau Ado und die Goldkanten“ allein auf. Sie waren mehr als nur eine Notlösung.

„Wiglaf Droste & Frau Ado und die Goldkanten“ sollte der Abend in der Alten Druckerei heißen, aber aufgrund einer Erkrankung des Schriftstellers und Satirikers Drostes konnten die Gäste der Alten Druckerei am Freitag einen kurzweiligen Konzertabend mit Frau Ado alias Claudia Zahn, Pianist Guido Schlösser sowie Medienmann Friedrich Küppersbusch („Zak“) erleben. Die ursprünglich geplante Lesung soll nachgeholt werden.

Eine Improvisation muss nicht eine Notlösung sein – das stellten Veranstalterin Elisabeth Röttsches und das Trio „Frau Ado und die Goldkanten“ unter Beweis. Hits der 30er und 40er Jahre stehen jetzt auf dem Programm, auch Songs aus den 80ern und 90ern lassen bei den Zuhörern Erinnerungen wach werden.

„Die Nacht, die Musik und dein Mund“ ist ein Lied von Peter Igelhoff, das durch Greta Keller und später Marlene Dietrich berühmt wurde; Claudia Zahn interpretiert es ganz in der Tradition dieser großen Diseusen, doch mit authentischem Stil und soulig aufblühender Stimme zu der flotten Begleitung von Guido Schlösser und Friedrich Küppersbusch. Die Nachtclubatmosphäre der 30er Jahre beschwört auch „These foolish things“ von Jack Strachey, die Zahn souverän um einen ausgesprochen rockigen Sound ergänzt. Markant und träumerisch zugleich, mit klarer, schlanker Stimme, die aber auch volltönend aufdrehen kann, gestaltet Zahn in deutscher Sprache den berühmten Edith-Piaf Hit „La vie en rose“ – „Schau mich bitte nicht so an“. „You go to my Heart“ aus dem Great American Songbook überzeugt einerseits durch die unbemühte Leichtigkeit des Ausdrucks, andererseits aber auch durch seine Gefühlstiefe.

Sehr melodiös, in dunklen Klangfarben, singt Zahn „I heard it through the Grapevine“ von Norman Whitfield; satte dunkle Blues-Töne sorgen für ein Gänsehautgefühl bei ihren Zuhörern. Schnell und kurzgliedrig ist der Song „Blue Velvet“, bekannt aus dem gleichnamigen Film von 1986; Anklänge an Folk-Rock kommen in der Interpretation von Imelda Mays „Eternity“ auf. Sehr expressiv gellt Claudia Zahns Stimme noch einmal auf in dem „Angel of the Morning“, der an den typischen Glenn-Miller-Sound erinnert.

Konstanze Führlbeck

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2016-01-17 16:36
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