RVR: Keine Alternative zu Aufforstung

Ela, der verheerende Pfingststurm aus dem vergangenen Jahr, hat vor allem das mittlere Ruhrgebiet getroffen. Das sagte nun Matthias Klar, Förster beim Regionalverband (RVR) gegenüber CDU-Politikern aus Herne, die sich im RVR-Stützpunkt Emscherbruch über die Ela-Folgen informierten. „Dabei haben Flächen- und Einzelwürfe sowie Kronenbrüche die Wälder massiv zerstört und die Landschaft verändert“, bilanzierte der RVR-Mann.

Auf Herner Stadtgebiet, sagte RVR-Förster Klar den Besuchern, stelle sich die Schadsituation in den Wäldern wie folgt dar: Im Bereich des Resser Wäldchens, das rund 23 Hektar umfasst, seien auf einer Fläche von rund fünf Hektar die Bäume entwurzelt oder umgeknickt worden. Im Constantiner Wald – etwa 26 Hektar groß – betrage der Flächenschaden rund drei Hektar.

Herne stehe damit nicht allein dar. Im Gegenteil: Auf Castroper Stadtgebiet etwa seien die RVR-Wälder besonders stark betroffen, die Forstorte Grutholz, Nierholz, NSG „Beerenbruch“ und Bladenhorst mit einer Größe von 300 Hektar wiesen Sturmschäden von 22 Hektar auf. Sogar eine Drohne sei erstmals im RVR-Gebiet für die Auflistung der Schäden eingesetzt worden.

Für RVR-Förster Matthias Klar steht fest, dass Ela kein Einzellfall bleiben werde: „Nach dem Sturm ist vor dem Sturm“, zitiert ihn die Union. Da davon auszugehen sei, dass die Abstände solcher Sturm-Ereignisse immer kürzer sein werden, gebe es zu einer „Wiederbewaldung“ der Sturmflächen keine Alternative, meinte der Fachmann.