Rohbau für Rechenzentrum entsteht in Rekordzeit

Hier Dietmar Spohn (Geschäftsführer TMR), Ulrich Koch (Vorstand Stadtwerke) und Claus Dieter Beck (Bauleiter) freuen sich über die Fertigstellung des Rohbaus.
Hier Dietmar Spohn (Geschäftsführer TMR), Ulrich Koch (Vorstand Stadtwerke) und Claus Dieter Beck (Bauleiter) freuen sich über die Fertigstellung des Rohbaus.
Foto: MARTIN KERSTAN FOTOGRAFIE / FUNK
Was wir bereits wissen
Das neue Rechenzentrum der Telekom Mittleres Ruhrgebiet (TMR) nimmt deutlich sichtbare Formen an. Gestern wurde Richtfest gefeiert.

Herne..  Das neue Rechenzentrum der Telekom Mittleres Ruhrgebiet (TMR) nimmt deutlich sichtbare Formen an: Drei Monate nach dem symbolischen Spatenstich auf dem Areal der Herner Stadtwerke am Grenzweg konnten sich gestern die Verantwortlichen unter dem Richtkranz versammeln.

Zum Hintergrund: Das bestehende Rechenzentrum der TMR ist nach den Worten von Geschäftsführer Dietmar Spohn „völlig ausgelastet“, es gebe einen „dringenden Bedarf“ für eine Expansion. Bei der Suche nach einem geeigneten Standort wurde das Unternehmen bei den Herner Stadtwerken (die mit einem Anteil von 17,5 Prozent Gesellschafter bei der TMR sind), fündig. Einerseits haben die Stadtwerke eine geeignete Fläche, andererseits bietet das Betriebsgelände eine spezielle Sicherheit für die Unterbringung von sensiblen IT-Einheiten. Dazu muss man wissen, dass immer mehr Firmen ihre IT-Einheiten auslagern.

Nach dem Abschluss des Rohbaus beginnen die entscheidenden Arbeiten, so Stadtwerke-Vorstand Ulrich Koch. Jeweils 19 Kilometer Strom- und Netzwerkkabel werden installiert, um die Server auf den rund 1000 Quadratmetern Technikfläche zu verbinden. Darüber hinaus legen die Stadtwerke zurzeit eine doppelte Glasfaser- und Stromversorgung direkt aus dem benachbarten Umspannwerk in den Neubau. Dafür, dass die Stromversorgung auf keinen Fall unterbrochen wird, sorgt zusätzlich ein Notstromaggregat. Die Stadtwerke investieren rund 3,2 Millionen Euro, TMR ist Mieter.

Das Rechenzentrum soll in drei Bauabschnitten bis zum Herbst diesen Jahres fertiggestellt werden. Bleibt das Tempo der Arbeiten so hoch wie beim Rohbau, sollte der Termin zu halten sein. Dies könnte auch nötig sein. Laut TMR-Geschäftsführer Spohn gebe es bereits Gespräche mit interessierten Firmen, „wir sind angenehm überrascht“.