Rinder eingeschläfert
16.06.2011 | 17:49 Uhr 2011-06-16T17:49:00+0200
Bessere Kommunikation und mehr Transparenz hatten Politik und Verwaltung am – vorläufigen – Ende des Hin und Hers um den Minizoo im Eickeler Volksgarten gefordert.
Denn angeblich sei der Mangel daran Schuld gewesen, dass 2010 die Begriffe „Verlegung“, „Schließung“, „Bebauung“, „Verkleinerung“ das Brodeln in der Gerüchteküche nährten. Mit diesen Wirrungen sollte ein für alle Mal Schluss sein. Der Zoo sollte bleiben – wie und wo er ist. Umso erstaunter waren Eickeler Bürger, als sie plötzlich vergeblich nach der Kuh Elsa und dem anderen Rindvieh, mit dem sie sich Stall und Gehege im Minizoo teilte, suchten. „Die beiden Rinder sind am 10. Mai abgeholt worden“, sagt Andrea Darwiche und erläutert, sie erinnere sich an das Datum, weil sie sich an diesem Tag mit ihren Mitstreitern der „AG Minizoo“ vor Ort getroffen und nachgefragt habe. Die Arbeitsgemeinschaft ist Teil des Vereins „proPark“, der sich 2010 mit dem Ziel der Zoo-Erhaltung gegründet hat.
Der Verein hat sich vor dem Hintergrund des Verschwindens von Elsa und dem anderen Rind mit einer Bürgeranregung an die Bezirksvertretung Eickel gewandt und bittet um die Beantwortung diverser Fragen in der Sitzung des Gremiums am 30. Juni. Darunter: „Warum wurden die Rinder entfernt?“ und „Zu welchem Zeitpunkt ist Ersatzbeschaffung geplant?“ Weitere befassen sich mit der Finanzierung der Neukäufe. Auch stellt Peter Böttcher als Vorsitzender von proPark und Unterzeichner der Eingabe klar: „Ein schleichendes ,Ausbluten’ (des Minizoos) werden wir nicht zulassen.“
Christian Matzko vom Presseamt der Stadt bestätigt, dass die beiden Rinder abgeholt wurden: „Die Tiere, fünf und sieben Jahre alt, wurden aus medizinischen Gründen und auf Empfehlung des Veterinärs eingeschläfert.“ Zurzeit gebe es Überlegungen, wie der Ankauf neuer Rinder finanziert werden könnte. Matzko: “Der Preis pro Tier liegt bei 1000 Euro.“ Niemand habe die Absicht, den Zoo ausbluten zu lassen. „Wir wollen auf jeden Fall Ersatz beschaffen“, so der Verwaltungssprecher.
Die Eingabe des Vereins steht auf der Tagesordnung der Bezirksvertretung am 30. Juni.
17:55
Dran bleiben den Angestellte vom Presseamt darf man nicht trauen,Sie wollen den Bürger nur ruhigstellen und der Zoo ist Geschichte.