Rettet die Büchereien!
25.11.2011 | 19:23 Uhr 2011-11-25T19:23:00+0100
Herne. 2010 hat der Rat das Aus für die Stadtteilbibliotheken in Eickel und Sodingen beschlossen. Nun machen die beiden Ratsgruppen Soziale Gerechtigkeit und Alternative Liste mobil gegen die Schließung.
Vor wenigen Woche gab es wegen des Wechsels des Stadtverordneten Rainer Kielholz von der Sozialen Gerechtigkeit (SG) zur Alternativen Liste (AL) noch einige Misstöne zwischen den Ratsgruppen. Und so ist es schon ein wenig überraschend, dass die beiden linken Bewegungen nun erstmals an einem Strang ziehen: Sie haben eine Initiative für den Erhalt der Stadtbibliotheken in Eickel und Sodingen gestartet und laden zu Bürgerversammlungen ein.
2010 hat der Rat mit der Verabschiedung des über 100 Mio Euro schweren Sparpakets das Aus der beiden Stadtteilbüchereien besiegelt. Nun wird es aus Sicht von AL und SG konkret: Der 6. Juli 2012 sei im neuen Haushalt als Schließungstermin genannt, so AL-Geschäftsführer Ingo Heidinger. Damit schwindet die Chance, dass diese Maßnahme wie andere Punkte aus dem ursprünglichen Sparpaket doch nicht umgesetzt wird.
56 000 Euro sollen 2012 durch das Aus für die Bibliotheken eingespart werden. Aus Sicht der Ratsgruppen im Vergleich zu anderen Positionen im Haushalt eine lächerliche Summe: Die Stadt stecke das Geld lieber in „zweifelhafte Leuchtturmprojekte“, so ihre Kritik.
Öffentliche Bibliotheken gehörten zur Grundversorgung und müssten auf kurzen Wegen erreichbar sein, halten sie dagegen. Den „wohlfeilen Worten“ über das hohe Gut Bildung lasse die „selbst ernannte Stadtregierung“ keine Taten folgen, so die Gruppen. Sie stellten sich nicht gegen Sparpläne, aber: „Sie müssen sozial ausgewogen sein.“ Durch Reaktionen von Bürgern fühlen sie sich bestätigt. Bei Flugblatt-Verteilaktionen sei die Resonanz „überwältigend“ gewesen.
21:46
Ihrem objektiven Kommentar ist nichts mehr hinzuzufügen und der Wunsch entsteht, daß einige Bürger das politsche Engagement kleiner Parteien zu würdigen wissen, geht es primär um Bürger und ihnen helfen zu wollen.
Die AL war in verschiedenen Dingen äußerst erfolgreich und wird es weiterhin sein und mit Ihrem letzten Passus kann ich vollstens konform gehen.
Ist es doch täglich zu vernehmen, was sich auf kommunaler Ebene die etablierten Parteien " zum Wohle der BürgerInnen " erlauben und der Eindruck entsteht, daß man nicht mehr in der Lage ist, Theorie und Praxis auseinander zu halten.
10:51
warum nicht?
Das ist doch, was ein Bürger erwartet. Konstruktive Arbeit für den Bürger.
Der hoch gepuschte Knatch der "Partei"-Interna - wen von den Bürgern interessiert das? Da wendet man sich doch nur schauderned ab.
Aber sich für z.B. den Erhalt des Postparks einsetzen oder für Streetarbeiterstellen (AL erfolgreich!) oder jetzt für den Erhalt von Büchereien oder viele Kleinigkeiten, die gar nicht den Weg in die Medien finden - das ist sinnvoll. Und zeigt, dass die sozialen Belange der Bürger auf der kommunalen Ebene ernst genommen werden - wie die einzelnen Namen der Gruppierungen ja sagen.
Das wirkt der "Politikverdrossenheit" entgegen!
Im eigenen Kreis hochpolitisch diskutieren und Theorien entwerfen und dafür noch Steuergelder erhalten, ohne praktische Umsetzung vor Ort, das kann jeder...
17:49
Erst SPD ... dann Linke ... dann soziale Gerechtigkeit .... nun AL .... Holzverarbeitungsmasche ?
Zwei linke Gruppen gegen die Schließung der Stadtbibliotheken , nun gut.
Aber als Gespann schon sehr bedenklich nach dem Wechsel von Kielholz !
Wird der bunte Resthaufen bald bei der AL eingemeindet ! Sieht fast so aus und riecht auch danach.
Dann Tschüß AL !
07:43
Ob es ein oder zwei Büchereien in Herne mehr oder weniger gibt, wird den Lauf der Geschichte nicht wesentlich beeinflussen. Jesus ist für unsere Sünden am Kreuz gestorben.
Lediglich die ständige Wiederholung der waz, die beiden Grüppchen wären links einzuordnen, macht mich stutzig.
Links ist eine Bewusstseins- und Überzeugungseinstellung, kein hoppelidei und hoppelidum.
22:32
Es kann und darf !!! nicht angehen, daß auf Kosten der Bildung wieder einmal gespart werden soll und offensichtlich ist man nicht in der Lage, den Rotstift !!! dort anzusetzen, wo es notwendig ist.
Bei den " seltsamen Schließungen " sollte man primär an Kinder, ältere Menschen und ausländische MitBürger denken, falls man dazu noch in der Lage ist bei diesen " kuriosen Sparmaßnahmen "!