Renegade fragt in Bochumer Kammerspielen nach „Ruhm“

Wie reagiert eine Gruppe auf einen Außenstehenden?
Wie reagiert eine Gruppe auf einen Außenstehenden?
Foto: Diana Kuester
Was wir bereits wissen
Fllm- und Theaterregisseur Neco Çelik inszeniert ein Tanzstück am Schauspielhaus. „Ruhm“ ist die neueste „Renegade-in-Residence“-Produktion.

Herne/Bochum..  Das Erfolgsprojekt „Renegade in Residence“, eine Kooperation des Bochumer Schauspielhauses mit der Herner Street-Art-Kompanie Renegade, geht in die fünfte Spielzeit. Nach den Tanztheaterproduktionen von Malou Airaudo (u.a. „Irgendwo“) und Susanne Linke, deren „Ruhr-Ort“ auch international zu sehen ist, inszeniert nun zum ersten Mal ein Künstler in dieser Reihe, der kein klassischer Tänzer bzw. Choreograf ist. Neco Çelik ist Film- und Theaterregisseur, der 2006 am Berliner Hebbel am Ufer (HAU) debütierte und u.a. an den Münchner Kammerspielen arbeitet. Am Samstag, 10. Januar, 19.30 Uhr, bringt er die neue Renegade-Produktion „Ruhm“ in den Kammerspielen in Bochum zur Uraufführung.

Was ist Ruhm und wie funktioniert er als sozialer Mechanismus? Wer hat Zugang dazu und wer bewertet eine künstlerische Leistung? Und was ist mit denen, die nicht berühmt sind? „Ruhm“ ist eine Reflexion über die treibenden Kräfte und Auseinandersetzungen der Gesellschaft, ein postindustrielles Märchen oder ein zeitgenössischer Mythos von Liebe und Kampf. Neco Çelik befragt die Qualität von Begegnungen und die Möglichkeit des Austausches mit anderen. Wie reagiert eine Gruppe auf einen Außenstehenden? Wie sieht sie jemanden, der ihnen zu nahe kommt? Und wenn der andere mehr Erfolg hat? Neco Çelik lässt Straße und Kunst aufeinander los, zeigt, wie sich die Welten aneinander reiben, verletzen und verändern.

Die Musikerin An On Bast (Anna Suda) wird bei der Premiere ein Live-Set auf der Bühne spielen. Sie gehört zu den wichtigsten Produzentinnen der polnischen Elektro-Musikszene. Zwischen Sampler, Drum Machine und verschiedenen Effekten schafft sie Klangwelten voller Energie und Bewegung.