Reisebüro setzt auf Beratung vor Ort und Portal im Internet

Yildirim Yildiz  in seinem Reisebüro an der Behrensstraße.
Yildirim Yildiz in seinem Reisebüro an der Behrensstraße.
Foto: FUNKE Foto Services
„Mein Laden auf der Bahnhofstraße“: Yildirim Yildiz ist seit 1996 an der Behrensstraße ansässig. Er schätzt dort das Miteinander der Geschäftsleute.

Herne..  Wie können zwei Reisebüros auf einer kleinen Einkaufsmeile wie der Behrensstraße existieren, ohne sich ins Gehege zu kommen?

„Das ist ganz einfach“, erklärt Yildirim Yildiz, „wir setzen auf das Internet und haben ein eigenes Online-Portal gegründet. Wir kombinieren also klassische Beratung vor Ort mit der Internet-Buchung und holen somit internationale Kunden aus Slowenien, den Niederlanden oder Frankreich auf die Behrensstraße“, sagt der Geschäftsführer vom Reisemarkt Herne.

Seit 2003 ist der Selfmade-Mann im Onlinegeschäft tätig, im Jahr 1993 schmiss er das Studium, um sich seiner Leidenschaft, dem Reisen, hinzugeben und begann mit dem Verkauf von Flugtickets. Dass er keine Mühen scheut, an schöne Plätze zu gelangen, bewies er jüngst, als er mal eben mit dem Fahrrad an die Marmarisküste in die Türkei fuhr. 22 Tage benötigte er für die 2300 Kilometer: „Ich wollte immer einmal die Strecke über Italien, die wir früher auf dem Weg in den Urlaub mit dem Auto gefahren sind, mit dem Fahrrad bewältigen.“ Dass es in Deutschland viele schöne Ecken gibt, ist ihm dabei besonders aufgefallen.

Die Zukunft sieht Yildiz positiv

Dennoch schlägt sein Herz für Herne und das Ruhrgebiet. Im Alter von zwei Jahren kam er mit seinen Eltern nach Wanne und ist dort aufgewachsen. Der sportliche Geschäftsmann hat lange Zeit Fußball für den DCS Wanne-Eickel gespielt. „Das Revier pulsiert, es ist bunt, hier hat man alles. Kultur, Freizeit und Feiern. Alles in der Nähe. Wo gibt es so etwas sonst noch?“

Seit 1996 ist der 46-Jährige schon in der Behrensstraße 12 ansässig, inzwischen beschäftigt er vier Vollzeit-, fünf Teilzeitkräfte und einen Auszubildenden. „Es ist ein toller Standort und ein entspanntes Miteinander unter den Geschäftsleuten. Unsere Straße ist einfach die Ader mit all den Cafés, dem Markt am Ende und den tollen Läden“, stellt Yildiz fest. Er bedauert, dass die Fußgängerzone seit der Karstadt-Schließung an Attraktivität verloren hat. Dennoch sieht er die Zukunft der Einkaufsstadt Herne positiv, daran würde natürlich die Behrensstraße einen großen Anteil haben.

Beim Straßenfest am 12. Juni wird das Team ein bestimmtes Reisethema als Schwerpunkt präsentieren und vielleicht wieder internationale Spezialitäten anbieten, die genaue Planung ist noch nicht abgeschlossen.

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