Rechtslage

Berufsunfähig, aber keine Rente

Herr S. verkennt schlicht und einfach die Rechtslage. Wer mindestens sechs Stunden täglich irgendeine Arbeit ausüben kann, erhält keine Erwerbsminderungsrente. So ist die gesetzliche Regelung (§ 43 SGB VI).

Ob er als Kraftfahrer berufsunfähig ist und wie seine Jobaussichten sind, ist dabei ohne Bedeutung. Auch das ist die seit Jahrzehnten geltende Rechtslage. Dass die Gerichte bei Prozessen mit der Rentenversicherung ‘in der Regel in der Spur’ sind, soll wohl heißen, dass sie in der Regel parteilich zugunsten der Rentenversicherung entscheiden.

Das empfinde ich als an der Grenze zur Beleidigung der Sozialrichter liegende Behauptung. Im übrigen frage ich mich, woher Herr S. das wissen will, denn Einzelheiten zum Prozessverlauf kennt er doch nur für sein eigenes Verfahren und nicht für die jährlich tausenden sonstigen Sozialgerichtsverfahren mit der Rentenversicherung. Die Meinung des Herrn S. steht schlicht und einfach nicht mit der Gesetzeslage in Einklang.