Rebecca Schüer bewegt sich zwischen Staffelei und Computer

Rebecca Schüer inmitten ihrer Bilder.
Rebecca Schüer inmitten ihrer Bilder.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Zum Auftakt der diesjährigen Serie „Atelierbesuche“ schaute Falko Herlemann bei der Künstlerin in Wanne herein. Im Fokus in diesem Sommer: Kunst von Frauen.

Herne..  Wenn man Rebecca Schüer besucht, wird man erst einmal von einem kleinen neugierigen Hund begrüßt. Nach dem üblichen Kläffen und Schnuppern zieht er sich zurück. Ihre Katze schaut hingegen nur uninteressiert unter ihrem Schreibtisch hoch. Eine kleine Idylle in einer Altbauwohnung in Wanne. Von ihrem Arbeitsraum kann Rebecca Schüer in einen kleinen Garten blicken. Ein großer Baum wirft Schatten auf die Terrasse. Es sei schon schön hier, stellt sie fest. Ganz anders als in der Dortmunder Nordstadt, wo sie vorher gewohnt hat.

In der Ecke ihres Arbeitsraums steht ein Computer. Auf dem großen Bildschirm flimmert eine farbige Grafik. In den Regalen stehen Bücher über Typographie, Computergrafik und natürlich Kunst. Überall sieht man kleine Kartons, die alle ordentlich beschrift sind: Fotos, Karten, Texte. „Ich sammle ganz unterschiedliche Dinge“, erklärt Rebecca Schüer lachend. In der anderen Ecke steht eine alte Staffelei mit einem Bild, an dem sie gerade arbeitet. Davor ein kleines Tischchen mit Farben und Pinsel. An den Wänden hängen ihre eigenen Bilder. „Mit manchen bin ich noch nicht so zufrieden“, erklärt sie selbstkritisch.

Malen an der Staffelei entspannt

Im Hauptberuf arbeitet Rebecca Schüer als Grafikerin in einer Mülheimer Werbeagentur. Da erledigt sie natürlich alles mit dem Computer. „Nach der Arbeit stehe ich oft an der Staffelei, um zu malen. Das ist für mich immer eine Art Entspannung!“

Aber die Arbeit am Computer färbt auch auf ihre freie künstlerische Arbeit ab. Die ersten Ideen für ihre collageartigen Bilder hält sie – ganz traditionell – noch mit dem Stift in ihren Skizzenbüchern fest. Unzählige reihen sich in den Regalen auf. Dort mischen sich kleine Bilder, Zitate und eigene Texte. Dann geht es oft an die Arbeit mit dem Computer. Da werden Fotos, manchmal auch alte Familienfotos, bearbeitet. Dazu kommen eigene Texte, Zitate, oft aufwendig gesetzt. „Mich interessieren ganz verschiedene alte Schrifttypen“, erläutert sie. Dann wird das im Computer erstellte Bild oder die Grafik ausgedruckt. Die Ausdrucke werden auf Leinwand oder großer Pappen geklebt. Auf diesen gestalteten Bildflächen beginnt sie dann zu malen. In ihren fertigen Bildern mischen sich dann Fotos, Texte und Malerei zu collageartigen Werken, die oft ganz verschiedene Bildebenen vereinen.

Gemeinschaftsausstellung des HKB

Die nächste Ausstellung, die für Rebecca Schüer ansteht, ist die große Ausstellung des Herner Künstlerbundes (HKB) „Das Beste aus 25 Jahren“. Sie wird im August eröffnet.