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Ratten: Stadt rückt jährlich bis zu 900 Mal aus

06.09.2007 | 05:31 Uhr

Auch an der Von-Velsen-Straße sollen sich die Nager zuletzt häufig gezeigt haben

IHR TIPP UNSER THEMAMaria Krolop traute ihren Augen nicht - direkt vor ihrer Terrassentür an der Von-Velsen-Straße saß eine dicke Ratte. Schwupps, sei sie wieder verschwunden gewesen, so die Hernerin zur WAZ. Aber: In den Tagen danach habe Maria Krolop weitere Nager gesehen, kleine wie große. Gespräche mit Nachbarn hätten zudem ergeben, dass auch diesen in den letzten Tagen mehrfach Ratten begegnet seien. "Ich traue mich gar nicht mehr, die Terrassen- oder Kellertür offen stehen zu lassen", sagt Maria Krolop. Ende letzter Woche sei das Fass dann voll gewesen. Sie entschloss sich, die Stadt um Hilfe zu bitten.

"Kein Einzelfall", sagt Stadtsprecher Horst Martens auf WAZ-Anfrage. 800 bis 900 Mal pro Jahr erreichen den städtischen Rattenbekämpfer besorgte Anrufe. Diese landen auf einer Liste und werden nach und nach abgearbeitet.

Was das bedeutet? Der Rattenbekämpfer fährt zum Ort des Geschehens und analysiert die Situation. Er stellt fest, ob defekte Regenrohre oder ungünstig abgestellter Abfall für das verstärkte Auftreten der Nager verantwortlich sein könnten. Bei Bedarf lege der städtische Mitarbeiter Gift aus, so Martens.

Die Zahlen erscheinen beeindruckend, das gibt die Stadt zu. Doch sie tritt dem Eindruck entgegen, "Herne sei das Hameln der Neuzeit", so Horst Martens. Seit zehn Jahren hätten sich die Zahlen registrierter "Rattenbesuche" kaum verändert. "Wir sind gut aufgestellt", sagt Martens. Was vermutlich auch daran liege, dass in Herne zweimal jährlich gezielt und ohne konkreten Anlass gehandelt werde. Im Frühjahr wie im Herbst legt die Stadt in 6000 von städtischen 12 000 Gullis gekennzeichnete Gift-Köder aus. kai



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