RAG löst das MEC auf

Die RAG teilte gestern mit, das MEC werde aufgelöst. Aus Sicht der RAG hat das MEC „nicht nur seinen Zweck erfüllt, sondern auch die Erwartungen aller Beteiligten übertroffen. Angesichts dieser überaus erfreulichen Situation ist eine Fortführung des MEC nun nicht länger notwendig“.

Die RAG fühle sich in besonderer Weise den sozialen Belangen der Mitarbeiter verbunden. Seit 2007 hätten mehr als 20 000 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen. Knapp 2300 davon hätten seitdem neue Perspektiven außerhalb der RAG gefunden. Hilfreich dabei sei das MEC gewesen.

Auch die Arbeitsgerichte hätten bisher die Anstrengungen der Tarifparteien gewürdigt, eine sozialverträgliche Lösung für die Beendigung des Steinkohlenbergbaus zu vereinbaren. Einige hätten aber die im Tarifvertrag vorgesehene Verpflichtung, sich in ein neues Arbeitsverhältnis bewerben zu müssen, als Überschreitung der den Tarifparteien zustehenden Regelungskompetenz angesehen, was zur Unwirksamkeit des Tarifvertrages führe. Da diese Frage aber mit der Auflösung des MEC nicht mehr klärungsbedürftig sei, werde die RAG ihre Revision beim Bundesarbeitsgericht zurückziehen. „Die betroffenen Kollegen bleiben bei uns“, so ein RAG-Sprecher. Zurzeit seien im Bergbaubereich der RAG noch rund 700 Mitarbeiter beschäftigt, die nicht mit dem Ende des deutschen Steinkohlenbergbaus in den Vorruhestand wechseln können. Von ihnen werde ein Teil auch über das Jahr 2018 hinweg gebraucht. Die Rede ist von etwa 350 Stellen. Ziel sei es, die bisherigen Bergleute in neue Beschäftigung zu vermitteln, erklärte der RAG-Sprecher. „Sie müssen sich allerdings auch helfen lassen.“ Andernfalls seien nach dem Jahr 2018 betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen.