Polizei Bochum stoppt Facebook-Party in Herne
09.07.2012 | 15:32 Uhr 2012-07-09T15:32:00+0200
Herne/Bochum. Wohl gerade noch rechtzeitig haben die Stadt Herne und die Polizei Bochum eine Facebook-Party untersagt. Sie sollte am 14. Juli steigen. Rund 750 Nutzer hatten bereits zugesagt. Die Polizei warnt sie davor, sich dem Verbot zu widersetzen.
Was haben Hagen, Dortmund, Wesel und Waltrop gemeinsam? Richtig, Facebook-Partys, die mehr oder weniger außer Kontrolle geraten sind. In wenigen Tagen sollte sich auch Herne in die wenig ruhmreiche Liste einreihen. Doch daraus wird nichts: Wohl gerade noch rechtzeitig haben die Stadt Herne und die Polizei Bochum per Verfügung eine Facebook-Party untersagt. Sie sollte am 14. Juli im Bereich vor der Grundschule Overwegstraße stattfinden. Rund 1.800 Facebook-Nutzer hatten die Einladung erhalten, etwa 750 hatten bereits zugesagt.
Die Stadt Herne war durch Hinweise der Polizei auf die Ankündigung aufmerksam geworden und hat Kontakt zu den Urhebern der Partyaufrufe aufgenommen. Diese haben die Partyaufrufe zwar inzwischen bei Facebook entfernt, dennoch hat die Stadt vorsorglich die Durchführung und auch den Besuch der Party verboten.
Das Verbot gilt übrigens nicht nur für den angekündigten Partybereich, sondern für das gesamte Stadtgebiet. Formale Gründe für das Verbot sind unter anderem eine fehlende Genehmigung, die öffentlichen Flächen für eine Party zu nutzen (auch einen Antrag dafür gibt es nicht), fehlende Sicherheits-, Rettungs-, Sanitäts-, Verkehrs- und Ordnungskonzepte. Auch für die Entsorgung des Mülls und für Sanitäranlagen gab es keine Pläne.
Gefahr für öffentliche Sicherheit
Erfahrungen in anderen Städten haben gezeigt, dass solche Partys extrem ausufern können. Eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung wäre also auch in Herne nicht auszuschließen gewesen, teilt die Stadt Herne mit.
Mit den Urhebern der Einladung hat der Fachbereich Öffentliche Ordnung und Sport gesprochen und sie aufgefordert, die Party via Facebook abzusagen. Dem kamen sie nach. „Auch wenn es sich bei den Aufrufen eher um jugendlich-naive Aktionen gehandelt hat, haben wir die Sache sehr ernst genommen“, sagt Michael Hasler vom Fachbereich Öffentliche Ordnung und Sport. „Wir gehen davon aus, dass unser Verbot Wirkung zeigt, werden aber an dem Tag ein besonders wachsames Auge haben. Zumal möglicherweise entstehende Kosten durch Einsätze beispielsweise von Polizei und Entsorgung den Initiatoren in Rechnung gestellt werden könnten.“
07:35
Wann hört diese elende Facebook-Party-Seuche endlich auf? Hoffentlich werden die Verursacher zur Verantwortung gezogen! Leider wird durch solche nicht nachdenkend Pubertierende der Ruf junger Menschen versaut. Es gibt aber auch viele verantwortungsbewusste und sozial denkende jungen Erwachsene. Diese drängen sich aber nicht in den Vordergrund wie die unreifen Effekhascher.
18:43
Warum so kompliziert und sich an den oder die Initiatoren wenden.
So eine Versammlung, die die öffentliche Sicherheit und Ordnung untergräbt - und das tut sie mit mehr als 100 Personen - sollte mit massiver Einsatzkraft aufgelöst werden.
Jeder Teilnehmer bekommt eine 24-stündiges Logis in Polizeigewahrsam und wird mit den anteiligen Kosten, sagen wir mal so um die 150,00€, zahlbar sofort und in bar, belegt.
Dann hat sich das mit diesen Fratzenbuchtreffen schnell erledigt und anders lernen die Beteiligten es nie.
Wenn die amtlichen Stellen weiter meine Steuergelder für die Zerstörungen und Hinterlassenschaften verplempern, mutiere ich noch zum Wutbürger ;-)
"Wenn die amtlichen Stellen weiter meine Steuergelder für die Zerstörungen und Hinterlassenschaften verplempern, mutiere ich noch zum Wutbürger ;-)"
Wieso verplempern öffentliche Stellen Haushaltsmittel für Zerstörungen usw.? Die Störer der öffentlichen Sicherheit und Ordnung sorgen für die Schäden, nicht diejenigen die die Verursacher feststellen oder die Störung abstellen sollen.
@scouti
"Wenn die amtlichen Stellen weiter meine Steuergelder für die Behebung der Zerstörungen (durch facebooktreffenteilnehmer) und Beseitigung der Hinterlassenschaften (von facebooktreffenteilnehmern) verplempern, mutiere ich noch zum Wutbürger ;-)"
Jetzt besser?
150 Euro? Wer 64 in einer 30er-Zone fährt, zahlt doch nur 173,50 Euro - ganz schön ungerecht. Aber das könnten Sie mit diesem Namen ja wissen...
17:57
Vollgesoffene Birne, Bengalos und nen bischen zum Schnupfen oder Schlucken.
Wenn die es doch durchziehen und davon bin ich überzeugt, dann sollte man die Partygäste anschliessend ab 03:00 Uhr vereinzelt mit 10 Minuten Abstand durch Wanne oder den Volksparks schicken.
Da bekommen die sicherlich die ganze Packung Freude ab, die solche verdient haben.
Ansonsten ist am Kanal, wie wohl schon vorgestern, eine Menge Platz, um grosse Feuer mit hoher Rauchsäule zu verursachen. Selbst am Morgen danach gab es mutmasslich noch glimmende Feuerstellen.
Aber weder Polizei noch Ordnungskräfte schauen hin. Liegt halt nicht auf dem Weg...
Na, Meckertante Otti, wieder was zum Nörgeln gefunden? Sie haben schon verstanden, wovon Sie reden, oder?!?
17:34
Nutzung des FB-Internetangebotes demnächst erst ab 18 um auch eine Haftung bzw. Kostenübernahme durch den Störer der Öffentlichen Sicherheit und Ordnung zu ermöglichen?
Wenn das so weiter geht, und die Sommerferien habe gerade erst begonnen, wird das für die jeweils zuständigen Behörden ein "heißer" Sommer, vielleicht sollten dann die entsprechenden Kosten für die Beseitigung der Störung und Reinigung, der Polizeieinsätze per Kostenbescheid bzw. Urteil eingefordert werden. Vorherige Unterlassungsverfügungen scheinen nicht immer abschreckend genug zu sein.
So langsam müste es auch der letzten Dumpfba... klar werden, dass das kein Spass mehr ist.
17:15
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
16:45
Im Artikel steht geschrieben:" Die Stadt Herne hat Kontakt zu den Urhebern aufgenommender Partyaufrufe genommen.
In der Amtsverfügung der Stadt Herne steht : "Der Initiator der Veranstaltung ist für die Ordnungsbehörde nicht erkennbar. Eine verantwortliche Person, die für die Einhaltung notwendiger Sicherheitsauflagen in die Pflicht genommen werden kann, ist nicht bekannt".
Was stimmt denn jetzt?
16:20
Geht doch. Vielen Dank an Verwaltung und Polizei.
Erstmal abwarten, ob es ruhig bleibt!