Pfeifen, Schnittlauch, Frikadellen
18.02.2010 | 19:01 Uhr 2010-02-18T19:01:00+0100
Das ohrenbetäubende Schrillen der Trillerpfeifen erreichte um drei Minuten nach sieben Uhr am Mittwochabend seinen Höhepunkt, als der Wagen von Andreas Pinkwart vor dem Mondpalast von Wanne-Eickel vorfuhr und der NRW-Landesvorsitzende der Liberalen ausstieg.
Der ver.di-Bezirk Bochum-Herne hatte seine Mitglieder aufgerufen, die Veranstaltung zum Politischen Aschermittwoch der NRW-FDP dazu zu nutzen, ihrem Unmut über die jüngsten kritischen Äußerungen Guido Westerwelles und auch Andreas Pinkwarts zur sozialen Gerechtigkeit in den aktuellen Strukturen Deutschlands Luft zu machen. Aber nicht nur Mitglieder seiner Gewerkschaft konnte Norbert Arndt, der stellvertretende ver.di-Bezirksleiter zum Pfeifkonzert an der Wilhelmstraße begrüßen, auch weitere FPD-Kritiker unter anderem vom Herner Sozialforum und den Linken reihten sich ein und pfiffen mit. „Mit dem Fallschirmspringer und dem Plakat-Spruch darunter ,Zieh Leine, Guido' haben wir von ver.di nichts zu tun. Das ist wohl der Protest von Autonomen”, distanzierte sich Norbert Arndt von der Anspielung auf den Freitod Jürgen Möllemanns. Insgesamt wurden die Gäste des Aschermittwochtreffens von etwa 50 Demonstranten „empfangen”. Dabei wurden Journalisten mangels offensichtlicher Unterscheidbarkeit übrigens ebenso mit Pfeif-attacken und üblen Beschimpfungen bedacht, wie die FDP-Mitglieder. Allein die durch Kameras eindeutig der visuellen Journaille zuzuordnenden Kollegen waren in dieser Hinsicht besser dran. Gleich mehrere Kamerateams diverser Fersehsender dokumentierten den FDP-Aschermittwoch im Mondpalast von Wanne-Eickel samt Drumherum.
Während draußen gepfiffen wurde, sandten drinnen im Foyer des Saalbaus Honey & The Hotshots ihrerseits ein „SOS to the world”, indem das Trio um Hannes Sänger Stings „Message in A Bottle” intonierte. Nachdem Christian Stratmann, Hausherr und erfolgreichster FDP-Kandidat für das Essener Bürgermeisteramt aller Zeiten, die etwa 250 Gäste begrüßt hatte, war es vor allem der parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion Ralf Witzel, der die politische Aschermittwochstimmung mit markigen Sprüchen gegen die Grünen wie „Politikbonsais von der Marke Schnittlauch – außen grün und innen hohl” anheizte. So blieb die inhaltliche Auseinandersetzung mit den im Vorfeld der NRW-Landtagswahl formulierten politischen Zielen der FDP sowie der Rechtfertigung gegenüber der Kritik weitgehend Hauptredner Pinkwart überlassen.
Als er schloss und mit viel Beifall bedacht das Mikro an Travestie-Star Tatti weitergab, die als Tina Turner daher kam und Golden Eyes anstimmte, waren Frikadellen und Wanne-Eickeler Currywurst näher als die hungrigsten der Liberalen zu hoffen gewagt hatten. Aber wo das Playback schweigt, gilt das Buffett nun 'mal wortlos als eröffnet.
18:38
Habe ich das richtig behalten, der Scheinriese war der Herr Tutur der von weitem aussah wie ein Riese und von nahem ganz normal war.
Die Augsburger Puppenkiste ist ein Marionettentheater
ach was lassen wir das.
18:29
@13 was hat Ihr Kommentar mit dem Artikel zu tun?
18:19
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18:07
Ein Dank an die Kirchen!
Ihr Appell, nicht mit Eiern auf diese Politiker zu werfen, war erfolgreich. Schützt das ungeborene Leben, werft nicht mit rohen Eiern hat Wirkung gezeigt.
17:48
Ver-di ?
Ver-di ist Opium für einige Betroffene.
In dieser Gewerkschaft kann jeder offen sagen, was der Vorstand denkt.
Die örtliche Gewerkschaftsführung ähnelt dem Scheinriesen von Lummerland.
15:13
Dass von den Medien systematische Negativberichterstattung gegen die Gewerkschaften lanciert wird, ist keine Neuigkeit. Diese Darstellung übertrifft alles Dagewesene. Anstatt sich mit der menschenverachtenden Hetze der Mövenpickpartei auseinanderzusetzen, werden einige Chaoten der ver.di zugeschrieben. Sie betreiben Schmierenjournalismus der übelsten Sorte!!!
14:27
Auf den Bildern, die in der Druckausgabe der WAZ zu sehen sind, glaube ich Herrn Ixert und Frau Buszewski zu erkennen. Ob nun Herr Ixert, oder die durch Herrn Ixert verdeckte sachkundige Bürgerin der Linken, die erkennbare schwarze Haarpracht lässt die Vermutung auf diese Person zu, die verwerfliche Anspielung auf Herrn Möllemanns Schicksal hält , kann man auf dem Foto nicht erkennen,
Die Vertreter der Ur-Linken, also der Linken die sich nicht um Günter N. gescharrt haben, als Autonome zu bezeichnen, ist für ver.di und Herrn Arndt aber ganz neu.
Bis vor kurzem ist man doch getrennt marschiert und hat gemeinsam gestritten. Wenn jetzt Günter N. und die Ur-Linken bei ver.di in Ungnade gefallen sind, kann man dem vielen politischen Wendungen bei ver.di ja gar nicht mehr folgen.
An Glaubwürdigkeit gewinnt ver.di bei solchen Aktionen nicht.
Wer da jetzt wen verraten hat, dass sollen die Linken unter sich aus machen..
10:11
Wenn dort 50 Demonstranten waren, die wahrscheinlich auf jeder Demo in Herne anzutreffen sind,sei die Frage erlaubt:
Für wen sprechen Sie eigentlich?
Der Verdi Bezirk Bochum-Herne hat rund 31000 Mitglieder, es gibt ca 11000 Harrtz IV Bezieher in Herne, noch einmal für wenn sprechen Sie.?
Sie müssen sich selber und anderen ihre Daseinsberechtigung beweisen, nur darum geht es.
Zum Thema Hetze der FDP : Ich bin mit der FDP nicht einverstanden und bin auch kein Parteigänger der FDP, aber wenn Menschen wie Sie von Hetze sprechen ist das lächerlich.
Genau so lächerlich ist es diese Demo, zu der 50 Teilnehmer erschienen sind, als Erfolg darzustellen. zu wollen.
Der Veranstalter der Demonstration, wohl der verdi Bezirk Bochum-Herne, ist nicht in der Lage seine eigenen Mitglieder für solche Art von Protest, zu mobilisieren,. Anders herum gesagt:
Die Mitglieder haben eine andere Meinung als die von Ihnen angesprochen und von den Mitgliedern bezahlten Gewerkschaftsfürsten
.
Im Klartext:
Die Basis steht nicht hinter ihrem Führer, dem folgen nur noch einige wenige Funktionäre.
09:35
Jetzt ist es schon so weit.
Da fühlen sich ehemalige sogenannte revolutionäre Linke schon unaufgefordert genötigt, sich von anderen
Demonstranten zu distanzieren. Diese Schmuddelkinder gehören nicht dazu.Davon wird sich selbstverständlich nach Art der Lampenputzer abgewendet.
Es wird ertragen, dass sich eine Partei, wie die FDP mit ihrem Aushängeschild Herrn Westerwelle, Millionen von Erwerbslosen undifferenziert unterstellt, dekadent und faul zu sein. Menschen,die 40 Jahre und länger im Erwerbsleben gestanden haben und nur durch unfähige Leistungsträger zu Arbeitslosen und anschließend zu Hartz IV Abgespeisten wurden,
werden zu Sozialschmarotzern erklärt. Und an dieser Hatz ist die FDP wesentlich beteiligt. Dagegen darf man im Sinne einiger Gewerkschaftsfürsten nur mit der Faust in der Tasche oder kollektivem Schweigen antworten?
Dass da die Wortwahl und der Protest einiger Demonstranten gegenüber diesen Brandstiftern nicht
sehr unterwürfig und ehrfürchtig ausfällt,ist absolut
verständlich. Der Ton macht bekanntlich die Musik
und Herr Westerwelle und seine Parteifreunde sind da nicht so zimperlich.
06:25
Pardon, es bedarf der Richtigstellung, dass die Mitglieder der Rechtsfraktion keinerlei Verbindungen zu verdi oder dem Sozialforum haben.