Peter Schwickerath und Norbert Thomas stellen gemeinsam aus

Die Künstler Peter Schwickerath (links vor seiner Stahlplastik) und Norbert Thomas (vor seinen Bildern) in den Flottmann-Hallen.
Die Künstler Peter Schwickerath (links vor seiner Stahlplastik) und Norbert Thomas (vor seinen Bildern) in den Flottmann-Hallen.
Foto: Michael Korte
Was wir bereits wissen
Die Flottmann-Hallen haben zwei Künstler eingeladen, die beide schon Herne ausgestellt und ihre Spuren im Skulpturen-Park hinterlassen haben.

Herne..  Die Flottmann-Hallen sind sowohl Peter Schwickerath als auch für Norbert Thomas nicht unbekannt. Beide präsentierten in der Vergangenheit ihre Arbeiten in großen Einzelausstellungen. Im Skulpturen-Park der Flottmann-Hallen ist Peter Schwickerath mit seinem „Stahlschnitt“ und seiner „Faltung“, Norbert Thomas mit seiner „Raum-Form-Herne“ vertreten. Ab Samstag stehen sich in den Flottmann-Hallen zum ersten Mal Arbeiten der beiden Künstler in einer gemeinsamen Ausstellung gegenüber.

Geometrische Formen

Peter Schwickerath arbeitet mit Stahl und Eisen. Er schneidet geometrische Formen aus den massiven Blöcken, die er gedreht wieder zusammenfügt. Aus einfachen Stahlträgern werden bewegte, sich in den Raum öffnende Objekte. Andere Arbeiten entstehen, in dem er die schweren Platten faltet. Aus den vorgegebenen geometrischen Grundformen werden so ausladende Raumkörper. Wobei das Prinzip seiner künstlerischen Eingriffe immer sichtbar und nachvollziehbar bleibt.

Gerade an seinen kleineren Arbeiten ist diese Arbeitsweise gut zu sehen. Seine Arbeiten wirken dabei trotz der Schwere des Materials fast spielerisch. Das wird auch durch die lebendige Oberflächenstruktur, die durch das Rosten entsteht, unterstützt. „Rost ist einfach schön,“ sagt er selbst.

Unerwartete Strukturen

Auch Norbert Thomas arbeitet mit geometrischen Grundformen. Ausgangspunkt können einfache Quadrate sein, die sich überlagern und neue Formen ergeben. Aus einfachen Linienstrukturen schafft er räumliche Gebilde. Da können Rohre auch schon mal scheinbar in der Wand verschwinden und wieder neu auftauchen.

In anderen Arbeiten entstehen aus sich durchdringenden Flächen neue Formen, mit denen er dann weiterarbeitet. Norbert Thomas löst die Strenge der konstruktiven Systeme, die seinen Arbeiten zugrunde liegen, immer wieder auf. Er bezieht den Zufall mit in seine Kunst ein, so dass neu unerwartete Strukturen entstehen: „Jede Arbeit, die man als Künstler macht, erschließt neue Erfahrungen.“

Die Ausstellung lebt von den Gemeinsamkeiten als auch von den Gegensätzen. Beide sind Vertreter der „Konkreten Kunst“, einer Kunst, die nach nachvollziehbaren mathematischen Regeln arbeitet. Doch sie gehen ganz unterschiedlich mit den „selbst gesetzten Spielregeln“ um. „Der einen Arbeiten sind klarer, die anderen erdiger“, beschreibt Peter Schwickerath die Unterschiede. In der Ausstellung wird dies durch die geschickte Präsentation von Arbeiten für die Wände und den Raum deutlich.

Die Ausstellung von Peter Schwickerath und Norbert Thomas wird in den Flottmann-Hallen am Samstag, 16. Mai, um 17 Uhr eröffnet. Es spricht der Kunsthistoriker Dr. Siegfried Gnichwitz.

Zu sehen sind die Arbeiten bis zum 28. Juni. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 14 bis 18 Uhr. Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog.