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Objektive Beratung für Pflegefällen in Herne

22.01.2015 | 16:56 Uhr
Objektive Beratung für Pflegefällen in Herne
Zieht Bilanz nach einem halben Jahr: Seniorenberaterin Andrea Höhne, hier mit Horst Ziemer, der eine Angehörige pflegt und Hilfe sucht.Foto: Franziska Gerk

Herne.   Andrea Höhne berät in Herne Senioren und Kranke unabhängig von Krankenkassen, Altenheimen und Pflegediensten.

Was regelt die Kranken- und was die Pflegekasse? Welche Leistungen kann ich erwarten? Und welche Pflegestufe steht mir zu? Das sind Fragen, mit denen sich ältere, pflegebedürftige Menschen auseinandersetzen müssen. Viele von ihnen machen die Erfahrung, dass der Antrag auf eine Pflegestufe abgelehnt wird oder das Pflegebedürfnisse im Alltag entstehen, für die sie alleine keine Lösung finden.

In Herne gibt es deshalb eine ambulante Seniorenberatung in Kooperation mit den Herner Hausärzten. „Ich berate Senioren und ihre Angehörigen über alle Belange rund um die Pflege. Von Anträgen bei der Krankenkasse über Rezeptbestellungen bis zur Klärung von möglichen Kostenübernahmen gibt es viele offene Fragen. Außerdem vermittle ich eine Reihe von Pflegemöglichkeiten wie hauswirtschaftliche Hilfe oder Betreutes Wohnen“, erklärt Andrea Höhne.

Die ehemalige Pflegesekretärin hat Ende letzten Jahres in Kooperation mit Dr. Michael Bruch eine Seniorenberatungsstelle in der Praxis von Dr. Andrea Reimann an der Germanenstraße in Baukau eröffnet. Dort steht sie Interessierten an drei Tagen in der Woche für Fragen rund um die Pflege zur Verfügung. „Die Kassen informieren gerne zum eigenen wirtschaftlichen Vorteil, die Pflegedienste und Altenheime ebenso“, kritisiert Andrea Höhne das Prozedere.

Pflegestufe anerkennen

Horst Ziemer sucht regelmäßig den Rat von Andrea Höhne, um sich über die Pflegemöglichkeiten für seine Schwiegermutter zu informieren. Er hat das Gefühl, dass ihre Pflegebedürftigkeit von den Kassen nicht richtig eingeschätzt wird. „Ich verstehe nicht, warum eine 78-jährige fast blinde und demente Frau keine Pflegestufe anerkannt bekommt. Und vor allem: Wie sollte sie alleine in der Lage sein einen Pflegeantrag zu stellen?“, fragt Horst Ziemer. „Mir fehlt für diese Dinge das fachliche Hintergrundwissen“, erklärt er.

Der Service
Weitere Gebühren möglich

Die Beratungsstelle (Germanenstr. 53) in der Praxis Dr. Reimann ist mo, mi und fr von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Kontakt: WAN 92 42 02

Hausbesuche sind nach Vereinbarung und gegen Gebühr möglich. Auch für Schriftverkehr und die Besorgung von Rezepten und Hilfsmitteln sind Gebühren fällig, die aber in vielen Fällen von den Krankenkassen rückerstattet werden.

Andrea Höhne betont, dass ihre Seniorenberatung unabhängig sei, im Gegensatz zu den Beratungsstellen der Pflege- und Krankenkassen. „Ich versuche immer, das Größtmögliche für die Menschen rauszuholen und nehme mir die Zeit für ein ausführliches Gespräch“, sagt sie.

Erste Erfolge verbucht

Von den rund 20 Kunden habe die Beraterin Andrea Höhne bisher nur gute Rückmeldungen und viel Dankbarkeit bekommen, bilanziert sie im Gespräch mit der WAZ. Über die verbuchten Erfolge, zum Beispiel die Erhöhung der Pflegestufe für eine 90-jährige Hernerin, freut sie sich besonders.

Tabea Grossek

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2015-01-22 16:56
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