NGG: Über 38 Prozent in unsicheren Jobs

Unsichere Jobs werden in Herne immer mehr zum Normalfall, so die Gewerkstaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) am Montag in einer Pressemitteilung. 38 Prozent der heimischen Beschäftigten in Teilzeit- und Minijobs hätten ein Leiharbeitsverhältnis.

„Vor zehn Jahren lag der Anteil der sogenannten atypischen Beschäftigten dagegen noch bei rund 30 Prozent“, heißt es weiter. Die NGG beruft sich dabei auf eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung, die den Arbeitsmarkt in Herne unter die Lupe genommen hat. Demnach arbeiteten im vergangenen Jahr rund 19 700 Beschäftigte in unsicheren, nicht-regulären, Jobs.

Die NGG bezeichnet diese Tendenz als „alarmierend“. Geschäftsführerin der NGG Ruhrgebiet, Yvonne Sachtje dazu: „Wenn mittlerweile so viele Menschen keinen stabilen Arbeitsplatz haben, zeigt das die Schieflage auf dem Arbeitsmarkt in Herne.“ Gerade Mini-Jobs hätten zugenommen, vor allem im Bäckerhandwerk und in der Gastronomie.

Mini-Jobs und Teilzeit könnten zwar für Studenten und Rentner Sinn ergeben, die sich etwas dazu verdienen wollen, so Sachtje. Aber: „450 Euro reichen meist nicht zum Leben.“