Neumann-van Doesburg von Herner CDU mit 92 Prozent nominiert

Der Herner CDU-Vorsitzende Markus Schlüter (li.) gratuliert dem frisch gekürten OB-Kandidaten Peter Neumann-van Doesburg. Der Stadtverordnete erhieilt in der Akademie Mont-Cenis  92 Prozent der abgegebenen Stimmen.
Der Herner CDU-Vorsitzende Markus Schlüter (li.) gratuliert dem frisch gekürten OB-Kandidaten Peter Neumann-van Doesburg. Der Stadtverordnete erhieilt in der Akademie Mont-Cenis 92 Prozent der abgegebenen Stimmen.
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Was wir bereits wissen
Die CDU hat Peter Neumann-van Doesburg für die OB-Wahl im September nominiert. Der 58-Jährige erhielt auf dem Kreisparteitag 92 Prozent der Stimmen.

Herne..  Den ersten Vergleich mit dem SPD-OB-Kandidaten Frank Dudda hat Peter Neumann-van Doesburg gewonnen. Der 58-Jährige Stadtverordnete ist am Donnerstagabend vom CDU-Kreisparteitag mit 92 Prozent als Kandidat für die OB-Wahl im September 2015 nominiert worden. Dudda erhielt im November von seiner Partei „nur“ 90,1 Prozent.

78 Ja-Stimmen entfielen in der Akademie Mont-Cenis auf den Pfarrer und fünffachen Vater Neumann-van Doesburg. Ein Christdemokrat enthielt sich der Stimme, sechs votierten gegen den zuvor vom Kreisvorstand einstimmig vorgeschlagenen Kandidaten.

Soll die CDU in Herne - anders als einst die Grünen - gegen den Ratspartner SPD bei der OB-Wahl überhaupt antreten? Daran kann es aus Sicht Neumann-van Doesburgs keinen Zweifel geben. Es sei verfassungsrechtliche Aufgabe der Parteien, sich an Wahlen zu beteiligen. Das sei „ein hoher Wert, keine lästige Pflicht“. Und: Auch der FC Bayern sei in der Bundesliga stets hoher Favorit - und trotzdem sei es Clubs wie Dortmund, Wolfsburg oder sogar dem Aufsteiger Kaiserslautern bisweilen gelungen, Meister zu werden.

Warum er der bessere Kandidat für den Posten des Oberbürgermeisters sein soll und mit welcher Taktik er den FC Bayern Hernes, sprich: den SPD-Kandidaten besiegen möchte, ließ Neumann-van Doesburg an diesem Abend offen. „Herne ist eine schöne Stadt“ lautete eine zentrale Botschaft in der 15-minütigen Rede. An der Gestaltung und Weiterentwicklung wolle er sich gerne beteiligen. Die Stärken müssten aber besser als bisher herausgestellt werden, so der CDU-Mann in Richtung Stadtmarketing. Das stärkste Pfund Hernes seien die Menschen.

Viele Probleme der Städte ließen sich nur in und mit der Region lösen, sagte Neumann-van Doesburg. Auch bei der Wirtschaftsförderung müsse größer und regionaler gedacht werden. Die Pflege und Inklusion sprach er ebenfalls kurz an, um mit der Forderung nach einer besseren Personalausstattung der Polizei seine Rede zu beenden. „Gib Gas“, rief eine Christdemokratin nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses dem frisch gekürten OB-Kandidaten zu.