Neuer Regenwasserspeicher in Crange in Betrieb

Das Pumpwerk Cranger Heide ist inzwischen abgerissen. Die Emschergenossenschaft hat jetzt das neue Regenrückhaltebecken in Betrieb genommen.
Das Pumpwerk Cranger Heide ist inzwischen abgerissen. Die Emschergenossenschaft hat jetzt das neue Regenrückhaltebecken in Betrieb genommen.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die Emschergenossenschaft hat das neue Regenrückhaltebecken am ehemaligen Pumpwerk Cranger Heide an der Dorstener Straße in Betrieb genommen.

Herne..  Die Emschergenossenschaft (EG) hat das neue Regenrückhaltebecken am ehemaligen Pumpwerk Cranger Heide an der Dorstener Straße offiziell in Betrieb genommen.

Hintergrund: Die EG hat das neue Abwassersystem unter Crange in den vergangenen drei Jahren installiert. Der neue Stauraumkanal unter der Dorstener Straße führt das Abwasser aus dem Einzugsgebiet des Pumpwerks Cranger Heide in Richtung Emscher ab. Dabei hat die EG den neuen Kanal so verlegt, dass er ein natürliches Gefälle hat - damit kann auf ein Heben durch das Pumpwerk verzichtet werden.

Der neue Stauraumkanal nimmt nun auch das Abwasser aus Richtung des Pumpwerks Herne-Crange an der Heerstraße auf. Diese Anlage entwässerte zuvor zum Schmiedesbach nach Osten. Nun wird der Schmiedesbach nicht mehr „beschickt“, dafür hat die EG eine Anbindung an den neuen Stauraumkanal unter Crange geschaffen.

Durch diese Umleitung des Ab-wassers konnte auch das Pump-werk Herne-Crange außer Betrieb genommen werden. Während dessen Folgenutzung noch unklar ist, wurde der Hochbau des Pumpwerks Cranger Heide abgerissen und der Tiefbauteil zum Regenrückhaltebecken umgebaut. Das Becken hat ein Volumen von 500 Kubikmetern bei einer Tiefe von rund sieben Metern. Für die Anwohner bedeutet dies: Eine technische Störung des Pumpwerks kann ausgeschlossen werden. Zudem wird das Risiko einer Überschwemmung infolge eines vollgelaufenen Kanals minimiert, da 500 Kubikmeter Regenwasser nun zwischengespeichert werden können.