Neue Pottporus Akademie stellte sich jungen Tänzern vor

Die neue Pottporus Akademie stellte sich vor - hier Pottporus-Gründer Zekai Fenerci.
Die neue Pottporus Akademie stellte sich vor - hier Pottporus-Gründer Zekai Fenerci.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Bei einem Tag der offenen Tür an der Dorstener Straße konnten sich an Tanz interessierte Jugendliche das neue Modulsystem der Akademie erklären lassen.

Herne..  In Sportkleidung und mit Vorfreude in den Gesichtern lauschen die Besucher und Tänzer. An diesem ersten Tag der offenen Tür der neuen „Pottporus Akademie“ erfahren sie mehr über das neue Konzept und das modulbasierte Stufensystem.

„Wir sehen den Tag der offenen Tür als eine Möglichkeit, in den Dialog mit Eltern und Schülern zu treten“, erklärt Zekai Fenerci, Geschäftsführer und künstlerischer Leiter der Pottporus Akademie. Zu Beginn stellt er allen Interessierten das pyramidenartiges Modell vor. „Jeder, der bei uns einsteigt fängt mit der Stufe 1 an“, erklärt Fenerci. Dies garantiere, dass Grundlagen, die für die weiteren Ausbildungsschritte wichtig seien, gelernt und verinnerlicht würden. Nach jeder Stufe müssten die Tanzschüler und -schülerinnen ein Zertifikat erlangen, das als Berechtigung für die Belegung von Kursen in der nächsten Stufe gelte.

Beim Tag der offenen Tür am Sonntag können die Jugendlichen bei Workshops in zeitgenössischem Tanz und HipHop für Anfänger und Fortgeschrittene in die neue, modulorientierte Struktur des Tanzunterrichts hineinschnuppern. Unter der Leitung von Tanzlehrerin Szu-Wei sind zehn Schüler konzentriert dabei. Leise hört man, wie sie an schwierigen Stellen mitzählen und sieht ein großes Lächeln, wenn der Schritt endlich geklappt hat. Tanzen sieht zwar leicht aus, doch die Leichtigkeit hat es in sich.

„Unser Ziel ist es, die Jugendlichen zum Selbstlernen zu motivieren. Die Anspruchshaltung, dass man zum Unterricht geht und tanzen kann, wollen wir nicht vertreten“, erklärt Fenerci. Es gehe um die Eigeninitiative, die erst das Feuer entfache, das zu einem guten Tänzer dazugehöre. „In den ersten Modulen unterrichten wir die Grundschritte der verschiedenen Stile“, fährt er fort und erklärt: „Man muss schließlich erst das Alphabet lernen, bevor man schreiben kann.“ Die Zertifikate seien Selbstbestätigung und der Anreiz sich weiterzuentwickeln. Im weiteren Verlauf könnten sich die Schüler dann in der Stufe 2 in der „Danceclass“ spezialisieren.

Das neue Konzept der Pottporus Akademie sei einzigartig in dem Anspruch, auch Hip Hop zu strukturieren. „Wir wollen einen Ort der Fusion von urbaner Ästhetik und zeitgenössischer Kultur schaffen, aber um individuelle Kunst zu machen, müssen die Basics sitzen. Besonders im HipHop hat diese Struktur bisher gefehlt“, erklärt Fenerci und fügt an: „Wenn Eltern zu uns kommen und ihr Kind für einen HipHop- Kurs anmelden wollen, ist ihnen oft nicht bewusst, das HipHop eine Mischung aus verschiedenen Stilen ist.“ Der eigene Stil komme von alleine. Das wissen auch die Schüler von Szu-Wei. Nur Übung macht den Meister.