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Medizin

Neuartiger Schrittmacher eingepflanzt

14.04.2009 | 16:29 Uhr

Marienhospital schafft damit nach eigenen Worten einen "Durchbruch".

Prof. Dr. Hans-Joachim Trappe. Foto: Stefan Kuhn, press image

Professor Dr. Hans-Joachim Trappe und Oberarzt Dr. Magnus W. Prull, Kardiologen am Marienhospital Herne, haben an einem „Durchbruch” in der Medizintechnik mitgewirkt: Sie pflanzten jetzt dem ersten Patienten einen Herzschrittmacher ein, der auch in Magnetresonanz-Tomographen störungsfrei funktioniert und dem Betroffenen die Belastung durch Röntgenstrahlung erspart.

„Damit schließen wir eine wichtige Lücke bei den Diagnosemöglichkeiten für unsere Herzpatienten”, sagte Magnus W. Prull. „Schließlich können Träger von Herzschrittmachern wie alle anderen Menschen krank werden, bisher konnten wir sie nicht mit dem Magnetresonanz-Tomographen untersuchen.” Dies aber sei mit dem neuen Schrittmacher namens Enrhythm MRI jetzt in den meisten Körperzonen erstmals möglich.

In Deutschland leben nach Angaben Trappes und Prulls schätzungsweise 500 000 Menschen mit einem Herzschrittmacher. Die Elektronik herkömmlicher Geräte sei empfindlich gegen stärkere elektromagnetische Felder. Um ganz sicher zu gehen, müssten deswegen Schrittmacherträger beispielsweise auf Flughäfen die Sicherheitsschleusen meiden.

Redaktion Herne

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