Nessi Tausendschön begeistert in Herner Flottmann-Hallen

Die Kabarettistin Nessi Tausendschön kam mit ihrem Programm "Die wunderbare Welt der Amnesie" in die Herner Flottmann-Hallen.
Die Kabarettistin Nessi Tausendschön kam mit ihrem Programm "Die wunderbare Welt der Amnesie" in die Herner Flottmann-Hallen.
Foto: FUNKE Foto Services
Kabarettistin war mit ihrem Programm "Die wunderbare Welt der Amnesie“ zu Gast.

Herne..  „Jetzt bitte alle Gesichter machen – vorteilhaft schöne, die noch Luft nach oben zulassen, denn ich mache ein Vorher-Nachher-Bild von Ihnen“, beginnt die Kabarettistin Nessi Tausendschön ihr Programm am Mittwochabend in den Flottmann-Hallen. „Die wunderbare Welt der Amnesie“ heißt es und gleicht einem Feuerwerk der Comedy. Die gebürtige Hannoveranerin hätte Sängerin oder Schauspielerin oder Synchronsprecherin oder Comedian werden können, doch sie entschied sich dazu, gleich alles zu machen – eine gute Entscheidung.

Mit ihrer leicht verrückten, dabei aber sehr sympathischen Art, begeistert Nessi Tausendschön ihr Publikum. Etwa dann, wenn sie beginnt, ihr erstes Lied zu singen und die Zuschauer „mit Jazz zu bestrafen, was ja keiner hören möchte“.

Mit musikalischem Herz

Neben dieser extrovertierten Künstlerin sitzt ein großer, stiller Mann mit dem Namen William MacKenzie, der „aus Australien – Pardon, Kanada“ stammt. Er ist das musikalische Herz der Veranstaltung, der die wunderschöne Stimme der Kabarettistin mit diversen Gitarren begleitet.

Neben ihrem außerordentlichem Gesangstalent überzeugt Nessi Tausendschön mit ihrer Schauspielerei und der Art, ihre Stimme verändern zu können. So sind an diesem Abend mehrere, auch hochkarätige, Gäste zugegen. Angela Merkel wird mehrmals gesichtet, ebenso Lena, Nena und Nina Hagen, allerdings auch eine lebensnahe Frau aus Kasachstan. Bei all dem Spaß kommen ernstere Themen auch nicht zu kurz, so zum Beispiel Merkels Talent, ihre Meinung von heute auf morgen ändern zu können.

Übrigens: Beim Nachher-Foto zeigt sich schließlich, dass ihr Programm gut angekommen ist: „So sieht Ekstase aus“, freut sich die Künstlerin.

EURE FAVORITEN IN DIESER STUNDE