Nackt-Fußballspiel am Samstag in Herner Stadion

Künstler Gerrit Starczewski hat schon häufiger nackte Tatsachen geschaffen, etwa beim Frequency Festival.
Künstler Gerrit Starczewski hat schon häufiger nackte Tatsachen geschaffen, etwa beim Frequency Festival.
Foto: imago
Was wir bereits wissen
Künstler Gerrit Starczewski protestiert gegen die Kommerzialisierung im Fußball: Am Samstag lädt er zum Nackt-Kick ins Stadion am Schloß Strünkede.

Herne.. Kleidung ist am Samstag im Stadion am Schloß Strünkede unerwünscht: Der Hamminkelner Künstler Gerrit Starczewski bittet zum Nackt-Kick auf den grünen Rasen. Neben den Spielern sollen sich auch Zuschauer auf der Tribüne und Betreuer am Spielfeldrand hüllenlos zeigen. Zumindest frieren dürfte keiner: „Das Wetter“, schmunzelt Starczewski, „soll ja schon mal auf unserer Seite sein.“ Er rechnet mit Blick auf die Wettervorhersage mit (hoch-)sommerlichen Temperaturen.

„Naked Fußball“ nennt der künstlerische Fotograf den nackten Wahnsinn in Herne-Baukau, den es so „noch nie gegeben hat“, wie er betont. Um 14.30 Uhr ist Anstoß, Spieler hätten sich viele bei ihm gemeldet, er sei deshalb zuversichtlich, dass zwei Teams mit je elf Spielern zusammenkommen sowie viele, viele Auswechselspieler, die einen fliegenden Wechsel möglich machen sollen. Die Rückennummern sollen aufgepinselt werden.

Musik, Choreographie und eine Aktion

Das Ganze, sagt Starczewski , sei ein Protestspiel gegen die zunehmende Kommerzialisierung, ja Korruption im Fußball. Dagegen will der 28-Jährige, der am Sonntag Geburtstag feiert, die Nacktheit setzen – „als Symbol der Natürlichkeit“. Für die Halbzeit-Pause kündigt er Musik, eine Choreographie und eine Aktion an – ohne ins Detail gehen zu wollen.

Wer mitkicken oder zuschauen will – gern, sagt der Initiator. Um 14 Uhr geht der „nackte Wahnsinn“ los mit einer Ansprache von Starczewski. Die Hüllen fallen lassen können Besucher hinterm Eingang, sie müssen aber einen Mitwirkungsvertrag unterschreiben, mit dem sie zulassen, dass sie von Starczewskis Team fotografiert oder gefilmt werden. Im Gegenzug soll es Erfrischungen geben: Der dann 29-Jährige will, da er Geburtstag feiert, Getränke spendieren und wenn’s heiß wird, den Rasensprenger anmachen.

Ach ja: der Eintritt ist frei, eine Spende aber „erwünscht“, sagt der Fan des VfL Bochum.