Nach Vermittlungsgespräch - neue Hoffnung für das „Nils“

Die Piraten sammelten in der vergangenen Woche rund 400 Unterschriften für den Erhalt des  „Nils“.
Die Piraten sammelten in der vergangenen Woche rund 400 Unterschriften für den Erhalt des „Nils“.
Foto: Michael Korte
Was wir bereits wissen
Die Chancen auf einen Erhalt der Szene-Kneipe „Nils“ sind ein Stück gestiegen. Das ist das Ergebnis eines Vermittlungsgesprächs.

Herne..  Die Chancen auf einen Erhalt der Szene-Kneipe „Nils“ sind ein Stück gestiegen. Bäckermeister Mark Sponheuer habe gemerkt, dass in der Bevölkerung der Wunsch nach Weiterführung der Gastronomie bestehe und er habe sich diesem Wunsch „weit geöffnet“, sagte SPD-OB-Kandidat Frank Dudda nach einem Gespräch mit Sponheuer. Der Boden sei bereitet für eine gute Verhandlungslösung, so Dudda im Gespräch mit der WAZ-Redaktion.

Zur Erinnerung: Sponheuer als Hauseigentümer wollte eigentlich generell keine Gastronomie mehr in den Räumlichkeiten an der Ecke Freiligrathstraße/Behrensstraße. Als Bäckermeister, der auch in dem Haus wohnt und gegen Mitternacht aufstehen muss, fühlt er sich von den Geräuschen gestört. Der reguläre Pachtvertrag lief bereits Ende Februar aus, Ende dieses Monats ist auch die dreimonatige Verlängerung beendet.

Allerdings offenbarte sich in den vergangenen Wochen, dass die Bevölkerung am „Nils“ hängt. Die Piraten hatten am vergangenen Mittwochabend 400 Unterschriften für den Erhalt gesammelt, an jenem Abend wurde Dudda als Vermittler zwischen Sponheuer und Nils-Pächter Jens Willemsen ins Spiel gebracht.

Das Ergebnis des Gesprächs zwischen Dudda und Sponheuer: Willemsen erhält nun zwei unterschiedliche Angebote zur Fortführung der Gaststätte. Einerseits einen direkten Pachtvertrag mit Mark Sponheuer, andererseits einen Vertrag mit Einbeziehung einer Brauerei.

Der Pächter selbst nahm am Gespräch nicht teil. Es sei schön, dass es beim Vermieter einen Einigungswillen gebe, allerdings seien noch ein paar Detailfragen zu klären, kommentierte Willemsen das Ergebnis mit leichter Zurückhaltung.

Auch bei der Industrie- und Handelskammer Mittleres Ruhrgebiet registriert man das Ringen um das „Nils“ und das Cafehaus aufmerksam. „In der Gastronomieszene in Herne muss sich etwas tun. Wir brauchen dort gastronomische Angebote über die klassische Eckkneipe hinaus. Wir brauchen Angebote für ein studentisches, jüngeres und bürgerliches Publikum. Das ist auch eine Aufgabe der nahen Zukunft“, so Raphael Jonas, Leiter des Herner IHK-Regionalbüros.