Museum für Archäologie zwischen Westfalen und Vietnam

Weiter tierisch unterwegs: Museumspädagoge Michael Lagers und Museumsleiter Josef Mühlenbrock (v.l.) präsentieren in der Ausstellung „Wildes Westfalen“ im Archäologiemuseum ein Hirschgeweih und den Unterkiefer eines Wollnashorns.
Weiter tierisch unterwegs: Museumspädagoge Michael Lagers und Museumsleiter Josef Mühlenbrock (v.l.) präsentieren in der Ausstellung „Wildes Westfalen“ im Archäologiemuseum ein Hirschgeweih und den Unterkiefer eines Wollnashorns.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Das Haus setzt bis zur Eröffnung seiner spektakulären Sonderausstellung zu Vietnam auf Tierisches aus der Region. Ein Ausblick.

Herne..  Seit Josef Mühlenbrock als Museumschef in Herne antrat, und das ist acht Jahre her, ist die Sonderausstellung zur Archäologie und Kultur Vietnams in Planung. Im Oktober soll es nun endlich so weit sein: „Aus dem Land des aufsteigenden Drachens“ wird eröffnet.

Exponate erstmals außer Landes

Ein Ereignis nicht nur für die Fachwelt, sind doch in Herne dann Schätze von der Steinzeit bis zur Neuzeit ausgestellt, die nie zuvor außerhalb des Landes zu sehen waren, etwa aus dem Kaiserpalast Thang Long und der Tempelstadt My Son. Allzu viel will der Chef des LWL-Museums für Archäologie dazu noch nicht verraten. Anfang September sollen die ersten Exponate aus ganz Vietnam eintreffen, dann kann der Einbau beginnen. Mühlenbrock deutet eine „spektakuläre“ Ausstellungsgestaltung in der zwölf Meter hohen Halle an.

Die Vorbereitungen sind aufwändig, und so wird nach Ende der aktuellen Ausstellung „Wildes Westfalen“, die tierische Funde mit Fotos kombiniert, bis zum Herbst keine weitere Schau eröffnet. Bis Ende Mai knüpfen aber noch etliche Aktivitäten an das Thema Tier an. So etwa am nächsten Sonntag (siehe Kasten), der im Zeichen von Haustieren steht, und an den folgenden Familiensonntagen.

Am 6. März geht es z.B. um „Hunde, die bellen“. Ein Highlight nennt Museumspädagoge Michael Lagers: „Die Besucher können sich von den Fotografen des Nabu mit ihrem Hund fotografieren lassen.“ Und während die Menschen sich durch das Haus treiben lassen, sorgen Dog-Sitter für die Tiere. Eventuell vermitteln auch noch Hundetrainer ein paar Tricks auf der Wiese. Am 3. April erwartet die Familien eine Greifvogelshow und der Nabu gibt mit einem Fotoparcours Einblicke in die Wildtierfotografie.

Mit den Naturfotografen begeben sich auch die Teilnehmer eines Ferienworkshops auf einen Streifzug. Der für Zehn- bis 14-Jährige kostenlose Kulturrucksack-Kurs vermittelt vom 29. März bis 1. April Basiskenntnisse der Tierfotografie, die dann mit hochwertigen Kameras in der Natur ausprobiert werden können. Einige wenige Plätze sind noch frei. Eine Vernissage krönt am Ende den Workshop.

Ein paar weitere Highlights für die kommenden Monate stehen auch schon fest. Am 18. Februar spricht LWL-Archäologe Michael Rind über „Das Rind in der Vorgeschichte“. Eine erste gemeinsame Museumsnacht veranstalten am 18. März das Archäologiemuseum und das Bochumer Bergbaumuseum, die „Nacht unter Tage“. Und auch bei der Extraschicht ist man stets dabei. Am 25. Juni sollen dabei erstmals auch schulische Kooperationspartner zum Zuge kommen. So werden Bochumer Schüler vorführen, wie sie mit einem „Rennofen“ Eisenerz verhütten.

Führungen, Vorführungen und Mitmachangebote zum Thema Haustier stehen am Sonntag, 7. Februar, von 11 bis 18 Uhr im LWL-Museum auf dem Programm. Eine Anmeldung unter Telefon HER 946280 empfiehlt sich.

Partner wie der Tierschutzverein Herne-Wanne gestalten den Tag mit.

Nach Vorlagen aus der Jungsteinzeit können kleine Tierfiguren aus Ton geformt werden.