Museum für Archäologie knipst zur „Earth Hour“ das Licht aus

Das Licht geht aus - auch im  Archäologiemuseum, das heute von 20.30 bis 21.20 eine „Earth Hour“ einlegt.
Das Licht geht aus - auch im Archäologiemuseum, das heute von 20.30 bis 21.20 eine „Earth Hour“ einlegt.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Fünf öffentliche Gebäude in Herne und Wanne-Eickel knipsen am Samstag, 28. März, für 60 Minuten das Licht aus. Das Archäologiemuseum ist jetzt auch dabei.

Herne..  „Earth Hour“ wird die Stunde zwischen 20.30 und 21.30 Uhr genannt, „Stunde der Welt“, und sie soll den Energiespar-Gedanken zu verbreiten helfen. Nach den beiden Rathäusern, Schloss Strünkede und der Fortbildungsakademie Mont-Cenis legt jetzt auch das LWL-Museum für Archäologie den Schalter um.

„Das Thema Klima ist bei uns von Anfang an präsent“, sagt Josef Mühlenbrock, Leiter des Museums. Nicht allein durch die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach: Die große Sonderausstellung „Klima und Mensch“ sorgte 2006 für Aufsehen. Um Strom zu sparen, habe man inzwischen sogar in den Ausstellungen die energieintensiven Bühnenscheinwerfer gegen Metalldampflampen eingetauscht. Mühlenbrock: „Die verbrauchen nur ein Viertel der Energie.“

An das „Gemeinschaftsgefühl“ bei der weltweiten Aktion „Earth Hour“ erinnerte Wilhelm Nobert, der stellvertretende Leiter des Fachbereichs Umwelt. „Auch Big Ben, das Brandenburger Tor und die Chinesische Mauer sind dabei“, sagt Nobert. „Es wäre schön, wenn sich viele andere noch beteiligten.“

Der Agenda-Beauftragte der Stadt, Thomas Semmelmann, nannte einige Zahlen. „2,2 Millionen Haushalte machen weltweit mit“, weiß er. Das Projekt findet zum neunten Mal statt, Premiere war 2007 in Sidney, Herne stieg 2011 ein. Inzwischen beteiligen sich 7000 Städte in aller Welt, allein 163 in Deutschland.

„Licht aus - Kopf an“, sei die Devise, sagt Semmelmann. Ziel sei es, über die symbolische Aktion ein Nachdenken anzuregen, wie jeder für sich effizienter mit Energie umgehen könne. Anders als beim ersten Mal weiß man im Rathaus nun auch, wo welche Hebel gefahrlos umgelegt werden könnten.

Auf die Stromrechnung wirke sich die Stunde „ohne“ leider nicht merklich aus. Das habe man von den Stadtwerken überprüfen lassen.