Mondpalast nimmt „Wat ne herrliche Welt" wieder ins Programm

Sie singen wieder: das Ensemble des Mondpalasts bei den Proben für das Musiktheaterstück „Wat ne herrliche Welt".
Sie singen wieder: das Ensemble des Mondpalasts bei den Proben für das Musiktheaterstück „Wat ne herrliche Welt".
Foto: Haenisch / Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Die beliebte musikalische Komödie ist nach zehn Jahren aktualisiert und von Ekki Eumann neu inszeniert worden. Premiere ist am 26. März.

Herne..  Immer wenn Christian Stratmann „Zwei kleine Italiener“ hört, muss er an Ute Schütgens denken und daran, wie sie vor zehn Jahren im Mondpalast den Schlager in „Wat ‘ne herrliche Welt“ gesungen hat. Um so mehr freut sich der Prinzipal, dass das Stück wieder in den Spielplan aufgenommen worden ist. Aktualisiert von Autor Sigi Domke, neu inszeniert von Ekki Eumann und mit neuem Bühnenbild von Mathias Handrick hat die Komödie am 26. März Premiere in Wanne-Eickel. Neben Conny Froboess’ Evergreen aus den 50er-Jahren fordern viele weitere Ohrwürmer zum Mitsingen auf.

Dass das stark musikalisch geprägte Stück 2005 relativ schnell aus dem Programm verschwand, habe nicht am Publikumsinteresse gelegen, versichert Christian Stratmann. Gerade „Wat ‘ne herrliche Welt“ sei sehr gut angekommen. „Aber wir hatten eine Band dabei und die Musiker standen nicht immer zur Verfügung.“ Unter anderem gehörten Profimusiker wie Uwe Kellerhoff und Milli Häuser der Band an, was bei der Terminfindung problematisch gewesen sei. Das Problem hat der Mondpalast zehn Jahre später nicht mehr: Die Musik kommt vom Band, nur die Schauspieler singen live.

Bergmann taucht nach 60 Jahren auf

Die Geschichte ist im Kern dieselbe geblieben. Bergmann Fritz Grabowsky (Axel Schönnenberg) hat sich unter Tage verlaufen und kommt nach 60 Jahren wieder ans Tageslicht – zufälligerweise im eigenen Schrebergarten. Und nichts ist mehr, wie es war. Nicht einmal die Schalke-Arena, deren Rasen sich jetzt herausfahren lässt. Aus diesem Zeitsprung zieht die Komödie ihren Witz. Sie lenkt locker-leicht und mit viel Musik den Blick auf das sich wandelnde Ruhrgebiet. Mal rockig, mal melancholisch, erzählen die Songs von Louis Armstrongs „What a wonderful world“ über „Those were the days my friend“ von Mary Hopkin bis zu Lady Gagas „Pokerface“ eigene darauf abgestimmte Geschichten, die Fritz erklären, was in der Zwischenzeit passiert ist. Das Ensemble ist nahezu dasselbe, das vor zehn Jahren auf der Bühne stand.

Ein für heutige Verhältnisse großes Ensemble „von hoher Qualität“, wie der Prinzipal bei der Vorstellung der „Revue-Komödie“ unterstrich. Eine solche „Opulenz“ leiste sich heute kaum noch ein privates Theater. Stratmann freut sich auf die Komödie, die in der Inszenierung von Ekki Eumann noch einmal „einen ganz neuen Touch“ bekomme. So aufgeregt wie der Prinzipal ist Eumann, der Nachfolger von Thomas Rech als künstlerischer Leiter, offenbar nicht vor der Premiere: „Ein tolles Ensemble, das toll singt und spielt: Da mache ich mir wenig Sorgen.“