Misstöne statt Liebesgeflüster
20.01.2009 | 11:22 Uhr 2009-01-20T11:22:00+0100Das Aus für die Bochumer Ausgabe der Loveparade sorgt für Frust bei Herner Beteiligten.Ein frühzeitiger Dialog hätte das Debakel verhindern können, meinen sie. Image-Schaden für die Region.
Die Bochumer Absage der für Sommer 2009 geplanten Loveparade ruft auch in Herne Kopfschütteln hervor.
Dass Bochum nicht über die nötige Infrastruktur verfügt, um eine Großveranstaltung mit rund 1,5 Millionen Menschen zu stemmen, hätte allen Beteiligten schon lange klar sein müssen, ist der Herner Techno-DJ und Loveparade-Kenner Woody van Eyden überzeugt: "Spätestens als im letzten Sommer der Dortmunder Hauptbahnhof im Chaos versunken ist, war offensichtlich, dass das viel kleinere Bochum das nicht schaffen würde", so Van Eyden. Eventmanager und Go-Between-Geschäftsführer Oliver Sopalla erklärt auf WAZ-Anfrage, er wisse von ausgiebigen Gesprächen zwischen der Stadt Bochum und dem Loveparade-Veranstalter Lopavent, die genau diese Problematik behandelt hätten. Umso überraschter sei er über die kurzfristige Absage.
Sowohl Sopalla als auch Van Eyden wollten bei der Techno-Veranstaltung dabei sein und steckten bereits in den Vorbereitungen: Sopalla mit der Kochvereinigung FC Ruhrgebiet und dem Loveparade-BBQ für 200 bis 300 VIPs am Vortag des Spektakels, Van Eyden mit eigenem Float und internationalen DJ-Gästen. Van Eyden ärgert sich vor allem darüber, dass man "alle vor vollendete Tatsachen gestellt" und es "keinen frühzeitigen Dialog mit den Beteiligten zur Lösung des Problems" gegeben habe.
Am nicht vorhandenen Dialog, befürchtet Van Eyden, könnte auch eine mögliche Ersatzveranstaltung scheitern. Theoretisch könne er sich mehrere Alternativszenarien vorstellen: "Nochmal Dortmund wäre ebenso denkbar wie Duisburg oder die Lösung, das A40-Stück zwischen Bochum und Gelsenkirchen zu sperren und die Abschlusskundgebung in der Schalke-Arena stattfinden zu lassen", findet Woody van Eyden. Oliver Sopalla hingegen hält das Einspringen einer anderen Ruhrgebietsstadt als Loveparade-Ausrichter aufgrund der knappen Zeit für unwahrscheinlich. "Da halte ich den A40-Vorschlag von NRW-Verkehrsminister Wittke noch für die charmanteste Lösung - auch als Testlauf für die geplante lange Tafel auf der A40 im Rahmen der Kulturhauptstadt", sagt Sopalla.
Von dem Loveparade-Debakel, da sind sich Sopalla und Van Eyden einig, wird neben der Stadt Bochum auch die RUHR2010 einen Image-Schaden davontragen: "Das Ruhrgebiet als eine Metropole darstellen zu wollen und dann eine solche Veranstaltung nicht auf die Kette zu kriegen, ist schon äußerst unglücklich", meint Oliver Sopalla. Woody van Eyden nennt es schlicht "bescheiden".
01:29
Die Loveparade wird von vielen total falsch hingestellt! Viele denken nur an saufen, feiern, fressen und Drogen! Das ist aber total falsch! Denn das sind genau die Leute die dann doch hiemlich auf die Parade gehen und vor der Bühne stehen und denken WOW so was hab ich ja noch nie gesehen. An meinen Vorredner kann ich nur sagen es ist bitter es in die Schublade Hartz4 Empfänger Saufparty zu stellen! Es geht hier um mehr....es geht um eine Großveranstlatung von der alle im Endeffekt profitieren! Vom Markthändler bis zum Taxi Fahrer....Dann heißt es immer Techno hier Rave da...die Styles die auf der Loveparade geboten werden sind weitläufiger...da geht es von House, Minimal über Trance, Electro bis hin zu Schranz mit Rockelementen. Das hat nichts mehr mit dem Rave aus den 90ern zu tun...REIN GAR NIX!!! Nicht mehr diese schnelle Musik macht so eine Parade aus...sondern den Willen Musik als Kunst zu präsentieren.
Es sind Künstler aus aller Welt vertreten da könnte jede Stadt stolz drauf sein...Underword haben in Dortmund zum Beispiel ihr einziges Konzert zeit langem in Deutschland gespielt...aber auch das geht bei diesen Kritikern völlig unter! Anscheinend sind das diese Leute die mit der Zeit stehen geblieben sind! Befasst euch mal lieber mit der Loveparade schaut euch bei Youtube Musik-Video-clips von der Loveparade an und dann denkt nochmal ganz scharf nach...
22:29
Wieviel Tausende Dankbar ueber diese Entscheidung ,
NEIN zur LOVE PARADE sind
Das soll mal Endlich hier Stehen .
Keiner von diesen Teilnehmern kommt ,
Und setzt Deinen Garten instant .
Danke Ihr Entscheidungsträger
23:21
#winbild# Dem Himmel sei gedankt, das Bochum das Rennen um die Kulturhauptstadt verloren hat.
23:18
@ zwerglein ...dann geh Du mal der Zukunft stramm entgegen...aber beschwere Dich bitte nicht wenn zum Schluß das dicke Ende kommt. Und möge ich selbst im sozialen Abseits stehen...solange es meiner Familie gut geht und wir uns wohlfühlen gehen mir solche Äußerungen ins rechte Ohr rein und aus dem linken ohne im Gehirn durchgemahlt zu werden wieder raus!
GLÜCKAUF!
21:28
was ist das denn für ein pladoyer? die LP war vielleicht mal angesagt, aber als der reiz nachlässt, gibt man den umzug ins ruhrgebiet.
den hätte man sofort dankend ablehnen sollen. gut, dass bochum sich so entschieden hat.
21:28
was ist das denn für ein pladoyer? die LP war vielleicht mal angesagt, aber als der reiz nachlässt, gibt man den umzug ins ruhrgebiet.
den hätte man sofort dankend ablehnen sollen. gut, dass bochum sich so entschieden hat.
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was ist das denn für ein pladoyer? die LP war vielleicht mal angesagt, aber als der reiz nachlässt, gibt man den umzug ins ruhrgebiet.
den hätte man sofort dankend ablehnen sollen. gut, dass bochum sich so entschieden hat.
21:27
was ist das denn für ein pladoyer? die LP war vielleicht mal angesagt, aber als der reiz nachlässt, gibt man den umzug ins ruhrgebiet.
den hätte man sofort dankend ablehnen sollen. gut, dass bochum sich so entschieden hat.
21:26
#14
was ist das denn für ein pladoyer? die LP war vielleicht mal angesagt, aber als der reiz nachlässt, gibt man den umzug ins ruhrgebiet.
den hätte man sofort dankend ablehnen sollen. gut, dass bochum sich so entschieden hat.
20:38
Die einen leben im Heute, die anderen im Gestern. Die einen gehen der Zukunft entgegen, die anderen treiben es wie der Opa und fahren offensichtlich mit der Pferdedroschke zum Pütt und wundern sich, warum sich die Welt dreht und träumen ewig von den guten alten Tagen. Wer intellektuell nicht in der Lage ist Veränderungen zu begreifen, der stagniert, stolpert als Kleingeist verbal durch sein auch so kleine Welt und stellen sich selbst in das soziale Abseits.