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"Mini-Kreis" kommt

22.08.2008 | 17:56 Uhr

Der kurzzeitige Stillstand der Arbeiten zur Verkehrsberuhigung und Wohnumfeldverbesserung auf der Unser-Fritz-Straße war durch die Cranger Kirmes bedingt. Nächste Woche geht's weiter

Auf der Unser-Fritz-Straße in Höhe der Einmündung Stöckmannshof soll bald ein Mini-Kreisverkehr entstehen. Foto: WAZ, Abawi

Da gab es schon die ersten recht hitzigen Reaktionen in Zusammenhang mit den geplanten Baumaßnahmen im Bereich der Unser-Fritz-Straße/Stöckmannshof. Vor allem beim Kreisverkehr (die WAZ berichtete) ist von "Schilda", "Schwachsinn" oder auch von einem "Geniestreich des Tiefbauamtes" die Rede. Nun, in erster Linie dürften sich Bürger daran gestört haben, dass die Arbeiten in jüngster Zeit dort nicht so recht voran kamen. Und so war es ja auch. Denn wie Silke Bender vom städtischen Presseamt erläutert, habe man die Arbeiten wegen der jüngst gelaufenen Cranger Kirmes ein wenig ausgebremst, um den Verkehrsfluss während der Festtage nicht unnötig zu behindern.

Konkret geht es im Bereich der Unser-Fritz-Straße um zwei Baumaßnahmen. Da wäre zunächst einmal der Abschnitt Stöckmannshof bis Heidstraße, auf dem es um Verkehrsberuhigung und Wohnumfeldverbesserungen geht. Einiges ist dort in jüngster Vergangenheit schon passiert (behindertengerechte Haltestellen etc.), bald wird aus der jetzigen Einmündung Stöckmannshof ein Mini-Kreisverkehr. Dadurch soll für mehr Übersichtlichkeit und mehr Sicherheit gesorgt werden. Silke Bender: "Da dort auch Lastwagen und später eventuell auch Gelenkbusse verkehren, wird absichtilich in Kauf genommen, dass die Fahrzeuge über die Mittelinsel des kleinen Kreisverkehrs fahren können." Mitte nächster Woche will die Stadt mit den Arbeiten beginnen, vier Wochen später soll alles erledigt sein. Sämtliche Maßnahmen in diesem Bereich kosten knapp über 200 000 Euro und werden aus dem Bundestopf Stadtumbau West bezahlt. Die Stadt trägt einen 20-prozentigen Eigenanteil. Direkt im Anschluss daran stehen Bauarbeiten auf dem Abschnitt der Unser-Fritz-Straße von der Gahlenstraße bis zur Blitzkuhle auf dem Programm. Hier geht es um die Sanierung der Straßendecke und weitere Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung und Wohnumfeldverbesserung. Geplant sind ebenfalls behindertengerechte Haltestellen, Fußgängerquerungshilfen oder auch ein Fahrradstreifen. Die Kosten in Höhe von 310 000 Euro sind zu 80 Prozent förderfähig. Das Geld kommt allerdings aus dem Topf für die Stadtteilerneuerungen, in diesem Fall für Bickern/Unser Fritz.

Von Michael Petrykowski

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