Mindestlohn: Arbeitszeiten notieren

Wer in Herne zum gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde arbeitet, soll seine Arbeitszeiten aufschreiben. Diesen Rat gibt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG).

„Jede Überstunde muss notiert werden. Nur so gehen Beschäftigte auf Nummer sicher, dass sie den Stundenlohn von 8,50 Euro tatsächlich bezahlt bekommen“, sagt Yvonne Sachtje. Die Geschäftsführerin der NGG Ruhrgebiet warnt vor „der Versuchung der Arbeitgeber, den gesetzlichen Mindestlohn durch die Hintertür zu umgehen – durch unbezahlte Mehrarbeit, die nicht notiert werde.“

Ein simples Stunden-Heftchen, in dem Beschäftigte jeden Tag ihre geleisteten Arbeitszeiten aufschreiben, reiche aus. „So kann man dem Chef jede Stunde schwarz auf weiß glaubwürdig nachweisen“, sagt Sachtje. Auch die über 10 370 Mini-Jobber in Herne sollten dies tun. Bei ihnen sei der Arbeitgeber zwar zur Dokumentation der Arbeitszeit verpflichtet. Eine ‚Parallel-Kontrolle‘ schadet aber auch nicht, so die NGG.

Das Jammern über die Dokumentationspflicht der Arbeitgeber sei „laut, aber völlig grundlos“. Im Gastgewerbe sei das Dokumentieren von Arbeitszeiten längst gängige Praxis – um Überstunden oder Nachtzuschläge ordentlich zu bezahlen.

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