Merlin Chlosta ist von China fasziniert

Merlin Chlosta aus Herne in China
Merlin Chlosta aus Herne in China
Foto: Chlosta
Was wir bereits wissen
Der 22-jährige Merlin Chlosta nahm am Austauschprogramm „China Insights“ teil unddurfte kostenlos Einblicke in das Reich der Mitte bekommen.

Herne.. Jeden Tag fährt er mit dem 311-er durch Herne, er sagt: „das beschauliche Sodingen“. Es geht mit der U35 Richtung Uni Bochum. Doch dann wird diese Routine gewaltig unterbrochen: Wenige Tage später findet sich Merlin Chlosta an einem Ort wieder, der wohl kaum kontrastierender sein könnte – in einem der größten und bevölkerungsreichsten Länder der Welt: China.

Der 22-Jährige hatte sich beim Austauschprogramm „China Insights“ der Informationstechnologiefirma Huawei beworben, indem er die wirtschaftlichen Beziehungen zu China einschätzte und sich mit Vorbehalten jenem Land gegenüber beschäftigte. Mit Erfolg: Gemeinsam mit 22 weiteren Studenten aus ganz Deutschland wurde er zu einem vierwöchigen, komplett finanzierten China-Aufenthalt eingeladen. Auf dem Programm standen dabei die Metropolen Peking, Shanghai und Shenzhen, in denen Sprach- und Kulturkurse besucht und tiefe Einblicke in die Welt der technischen Entwicklungen gegeben wurden.

Riesige und schnelle Städte

Jetzt erzählt Merlin Chlosta von den Erfahrungen, die er im März während dieser ersten Reise in das fremde Land gesammelt hat. „China zu sehen ist total irre, weil so vieles in diesem Land so anders ist“, berichtet er fasziniert von „rasanten, riesig großen, schnellen und neuen Städten“.

So habe er festgestellt, wie viel Zeit und Geld dort in die Forschung investiert werde. Ein Thema, das dem Studenten sehr am Herzen liegt, da er selber Elektrotechnik studiert und im technologisch fortschrittlichen China deshalb ganz in seinem Element war. Sein bereits bestehendes Wissen hat er in Workshops vertiefen und erweitern können: „Das war endlich mal ein bisschen Praxis, nach der ganzen Theorie an der Uni.“

Aufgewachsen in Holthausen hat Chlosta auch die chinesische Kultur als krassen, aber trotzdem positiven Gegensatz wahrgenommen. So wie einmal, als seine Austauschgruppe auf einem Sportplatz den traditionellen chinesischen Drachentanz geübt hat. „Nebenan haben die Leute ganz normal trainiert und wir kamen mit unserem großen, bunten Kostüm und haben die ganze Aufmerksamkeit auf uns gezogen“, erklärt er diese prägende Erfahrung. Dabei wurde zu lauter Musik herumgehopst, was seriöser aussieht als es sich anhört. Auch der sprachliche und kulturelle Austausch mit chinesischen Germanistikstudenten sei für ihn einmalig gewesen.

Ob es ihn zurück nach China zieht? „Ich will auf jeden Fall wieder hin, um noch mehr zu sehen. Für so ein großes Land sind vier Wochen einfach zu wenig. Um für immer dorthin zu ziehen, ist mir der Kontrast zum deutschen Alltag momentan aber einfach zu groß.“