Mehr Porto und weniger Rundfunkbeiträge

Die Rundfunkgebühren sinken leicht.
Die Rundfunkgebühren sinken leicht.
Foto: TA
Was wir bereits wissen
Zum Jahresbeginn ändern sich einige Gebühren. Die Verbraucherzentrale gibt eine Übersichtund erläutert Details. Standardbriefe werden teurer.

Herne..  Die Deutsche Post erhöht den Preis für Standardbriefe erneut um zwei Cent. Dagegen verringert sich künftig der Rundfunkbeitrag monatlich um 48 Cent. Darauf weist die Verbraucherzentrale hin.

Vom 1. Januar 2015 an kostet der Versand eines Standardbriefs 62 Cent (bisher: 60 Cent). Doch nicht nur Sendungen innerhalb Deutschlands, sondern auch der internationale Standardbrief und die Postkarte ins Ausland brauchen künftig Briefmarken mit höherem Wert: Statt bislang 75 Cent werden dafür 80 Cent fällig.

Kompaktbrief wird billiger

Der innerdeutsche Kompaktbrief mit maximal 50 Gramm wird dagegen fünf Cent billiger und kostet nur noch 85 Cent. Marken mit den neuen Werten sind ab sofort in den Filialen der Post und im Internet zu kaufen. Keine Preisänderungen gibt es bei Groß- und Maxibriefen sowie bei der inländischen Postkarte. Alle bereits gekauften Briefmarken können weiter geklebt werden; es muss kein Postwertzeichen umgetauscht werden.

Wie bei der letzten Erhöhung bietet die Post wieder kleine Briefmarken zu zwei Cent an, um noch zu Hause vorhandene 60-Cent-Marken zu ergänzen. Diese Postwertzeichen sind in den Filialen, online und an den Briefmarkenautomaten erhältlich. Ab 1. Januar sind vor Ort und in der Internet-Filiale auch Ergänzungsmarken zu 5 Cent zu bekommen. An den inzwischen bundesweit 2900 Automaten kann jeder gewünschte Portowert in beliebiger Menge ausgedruckt werden. Doch Achtung: Das eingeworfene Geld muss genau passen.

Der Rundfunkbeitrag soll ab dem 1. April 2015 von derzeit 17,98 Euro auf 17,50 Euro monatlich sinken und bis zum Ende der Beitrags­periode 2016 Bestand haben. Das sieht der 16. Rundfunkänderungsstaatsvertrag (RÄStV) vor, den die Regierungen der Länder zwischen dem 4. und 17. Juli 2014 unterzeichnet haben. Damit der Vertrag geltendes Recht wird, muss er noch in Landesrecht umgesetzt werden. Die Ratifizierung des RÄStV in den Landtagen der Bundesländer muss bis zum 31. März 2015 erfolgen.

Rundfunkbeitrag sinkt um 48 Cent

Bisher wurde der Entwurf nach den Informationen der Verbraucherzentrale noch in keinem der Landtage ratifiziert. Es ist aufgrund des hohen Arbeitsaufkommens aber durchaus üblich, dass dies nicht lange vor dem eigentlichen Termin geschieht.

Laut Rundfunkbeitragsstaatsvertrag wird der Rundfunkbeitrag für jede Wohnung fällig – unabhängig davon, ob überhaupt und wenn ja, wie viele Rundfunkgeräte dort vorhanden sind.