Megaparty an der Akademie

Olaf Henning - gefeiert schon am Nachmittag. Foto: Thomas Schild
Olaf Henning - gefeiert schon am Nachmittag. Foto: Thomas Schild
Foto: WAZ FotoPool
Schlager, Stände, Spendendosen: Momentaufnahmen von der Benefizveranstaltung des Förderturm e.V.

Herne..  Für die einen ist er der ewige Zweite. Der, der es wohl nie bis ganz nach oben schaffen wird. Für die anderen ist er schon längst im Schlagerhimmel angekommen. Olaf Henning, Sänger aus Gelsenkirchen („Komm hol das Lasso raus“) ist endlich da. Sogar überpünktlich, sein Auftritt sollte erst um 14.30 Uhr los gehen. Kurz vor halb drei springt er auf die Bühne und beginnt seine Show für den guten Zweck.

Seit dem Vormittag wird auf dem Mont-Cenis Platz gefeiert. Der Verein Herner Förderturm hat zum Benefizkonzert geladen. Der Eintritt ist frei, die Künstler spielen ohne Gage. Geld wird ganz allein durch die Speisen und Getränke eingenommen und das, was in den Spendendosen landet. „Der Gewinn geht an den Kinderschutzbund, die Palliativstation im evangelischen Krankenhaus und an das Lukas-Hospiz“, sagt Markus Lülf, Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins Herner Förderturm.

Es scheint, als würden sich die Spendenkassen füllen. Trotz des Regens ist der Platz gut voll. Die meisten sitzen unter den riesigen Sonnenschirmen, die jetzt wohl eher Regenschirme sind. Irgendwann gegen Mittag hört es auf zu regnen. Die Wettervorhersage hatte recht.

Froh über die Unterstützung

Olaf Henning ist mitten im ersten Lied als er, ganz Profi, einen kleinen Soundcheck einschiebt: „Ich hätte gerne die Musik leiser und das Mikro auch, hier auf der Bühne. Ja, so ist es gut.“ Der Sound stimmt, da freut sich der Olaf: „Wie ist die Stimmung am Toilettenwagen?“, ruft er den Fans entgegen. Anscheinend super, es wird gehüpft, getanzt und mitgesungen.

„Wir sind sehr froh über die Unterstützung durch den Herner Förderturm“, sagt Anneli Wallbaum, Leiterin des Lukas Hospiz an der Jean-Vogel Straße. „Das erste Mal wurden wir im Jahr 2007 vom Verein bedacht.“ Im Hospiz verbringen Patienten ihre letzten Tage. Ein ernstes Thema, dass auf dem Benefizkonzert aber anscheinend in den Hintergrund rückt.

Auf der Bühne erzählt Olaf Henning, dass er gerade von einer Autogrammstunde in einem Supermarkt kommt, erzählt auch für welchen er das gemacht hat und rührt schamlos die Werbetrommel für seinen „Partner“ wie er die Kette nennt. Den Fans ist es egal, sie wollen „Olaf! Olaf! Olaf!“

Vor der Akademie wird gefeiert und Bier getrunken. In der Akademie steht der Stand der Palliativstation des evangelischen Krankenhauses. Elfi Normann arbeitet dort als Krankenschwester, Monika Wolf hilft ehrenamtlich. Auch sie wissen die Hilfe durch den Förderturm zu würdigen. Das Geld, dass durch Aktionen wie das Benefizkonzert eingespielt werden, können sie für ihre Arbeit gut gebrauchen.

„Komm, hol das Lasso raus“

Olaf Henning nähert sich dem Höhepunkt seines Auftritts in Sodingen. „Komm, hol das Lasso raus, wir spielen Cowboy und Indianer“, singt er und alle singen mit: An jedem Bierstand, an jedem Grillstand, vor, hinter und neben der Bühne. Der Bierwagen des Herner Förderturms wackelt besonders stark mit. Hier weiß man, es kann nur noch besser werden. Olaf Henning war erst der siebte Künstler auf der Liste. Vier kommen noch auf die Hauptbühne: Leticia und Christian Anders, Uwe Engel und als „Highlight des Abends“ angekündigt, Achim Petry. Die Schlagerfans wollen feiern. Und jedes Bier und jede Wurst spült Geld in die Spendenkasse.