Das aktuelle Wetter Herne 24°C
Schwerer Unfall mit acht verletzten Personen

Massenkarambolage im Autobahnkreuz

26.01.2009 | 12:51 Uhr

Vier schwer und vier leicht verletzte Personen und 500 000 Sachschaden: Das ist die Bilanz eines Auffahrunfalls, in dem am Montagmorgen auf der Autobahn 43 in Höhe des Herner Kreuzes vier Lkw und sieben Pkw verwickelt und dessen Folgen noch bis zum Mittag zu spüren waren.

Der Unfall hatte mitten im Berufsverkehr seinen Ausgang auf der Abbiegespur zur Autobahn 42 genommen, als gegen 7.15 Uhr ein 45 Jahre alter Autofahrer aus Essen in Fahrtrichtung Münster vom linken Fahrstreifen nach rechts gewechselt war, um sich dort in den Stau in Richtung Emscherschnellweg einzuordnen. Bei diesem Fahrbahnwechsel zog er direkt vor einem Laster eines 59 Jahre alten Fahrers aus Wuppertal vorbei, der dadurch stark abbremsen musste, leicht nach links schleuderte und einen Pkw erfasste. Ein nachfolgender Lkw-Fahrer (40) aus Wesel erkannte hinter dem Wuppertaler Fahrzeug dieses Bremsmanövber zu spät, so dass er ruckartig nach rechts zog, wo mehrere Autos im Rückstau standen. Dort schob er dann drei Autos aus Bochum ineinander.

Dabei wurde eine Pkw-Fahrerin aus Bochum besonders getroffen. Ihr Auto wurde unter einen anderen Lkw geschoben und anschließend quasi herausgedrückt, berichtet die Autobahnpolizei. Das Pkw-Dach wurde so niedergedrückt, dass die Frau in diesem Wrack eingeklemmt war. Die Wucht des Aufpralls schob die Autos und zwei weitere Lkw aufeinander. An drei Pkw und einem Lkw entstand jeweils Sachschaden. Um den genauen Unfallhergang zu ermitteln, schaltete die Polizei einen Sachverständigen ein. Die Autobahn 43 blieb über mehrere Stunden in Fahrtrichtung Münster voll gesperrt. Der Verkehr wurde an der Anschlussstelle Eickel abgeleitet, der Rückstau an der Unfallstelle vorbeigeführt. Insgesamt stauten sich die Autos auf einer Länge von mehr als acht Kilometern in Richtung Wuppertal. Dafür waren vor allem Schaulustige verantwortlich, kritisiert die Polizei.

Wolfgang Laufs



Empfehlen
Kommentare
Kommentare
27.01.2009
11:11
Massenkarambolage im Autobahnkreuz
von Bernd Overberg | #8

Fahre jeden Tag diese Strecke und in der Tat war es lediglich eine Frage der Zeit, dass es mal richtig krachte. Oftmals sind die beiden linken Spuren der A43 frei ... na bis auf einen PKW oder LKW, der stehend oder mit sehr geringer Geschwindigkeit versucht noch kurz vor Ende der Zubringerspur auf die A42 - Spur zu kommen. Es muss stark abgebremst werden, manche weichen auch ruckartig auf die ganz linke Spur aus. Ich persönlich kennen die Gefahren seit Jahren und achte auf genau solche Situationen so gut es geht - aber viele fahren nicht täglich dort vorbei. Dort muss dringend etwas getan werden - man kann nur froh sein, dass es kein Todesopfer gab.

27.01.2009
09:27
Massenkarambolage im Autobahnkreuz
von Juergen Barth | #7

Das Problem liegt unter anderem daran, dass ein Großteil der Autofahrer einfach grundsätzliche Verkehrsregeln nicht kennen (Reißverschluss, Rechtsfahrgebot, Spiegel, Blinker, Schulterblick, Bedeutung einer durchgezogenen Linie auf der Fahrbahn, Verhalten beim Ausfahren aus einer Speilstraße...).
In etwas anderer Reihenfolge erlebe ich das jeden Morgen! Sehr interessant auch die Reaktionen auf eine Lichthupe oder Hupe. Insbesondere, wenn an der Auffahrt Riemke auf der 43 wieder ein Hirnathlet ohne Blinker von der rechten Spur auf die Linke Spur die durchgezogene Linie querend zieht! Da wird man dann sogar das ein oder andere mal mit einem Ausbremsen belohnt.

27.01.2009
09:00
Massenkarambolage im Autobahnkreuz
von datwat | #6

Noch was zu dem Essener:

der morgendliche Rückstau ist geschätzte 2 km lang, den sieht man schon deutlich VOR der Ausfahrt.....zumindest wenn man sich an die vorgeschriebenen 120 kmh hält( die man im Berufsverkehr eh nicht fahren kann)

27.01.2009
08:52
Massenkarambolage im Autobahnkreuz
von datwat | #5

Erst gerade habe ich an der gleichen Stelle im Rückstau gestanden und wie eigentlich jeden Morgen haben wieder 2 Idioten kurz vor Ende der Ausfahrt abgebremst und sind rechts in den Stau reingezogen...ich stehe 10 Minuten dort. Wie viele rücksichtslose Raser ziehen das gleiche Manöver den ganzen Tag durch? Mich wundert auch, dass dort ( noch) nicht viel mehr passiert ist.
Eine abgeänderte Straßenführung ist angebracht.

27.01.2009
00:17
Massenkarambolage im Autobahnkreuz
von Pendlerin | #4

Die gesparten 10 Sekunden beim Wechsel von der linken Spur (sic!) auf die Abfahrt zur A42 haben viele Pendler (mich eingeschlossen) und die Wirtschaft Stunden gekostet. Die unschuldigen Opfer des coolen Manövers fast das Leben. Wann werden eigentlich solche Leute endlich adäquat für ihre Taten zur Rechenschaft gezogen???

26.01.2009
22:27
Massenkarambolage im Autobahnkreuz
von Stefan Wagner | #3

Ich gönne jedem Raudi, wenn die Versicherung wegen grober Fahrlässigkeit den Sachschaden gerichtlich auf die Privatperson abwälzt.

26.01.2009
20:19
Massenkarambolage im Autobahnkreuz
von igor6 | #2

Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis es mal richtig scheppert! Jeden morgen erlebe ich ähnliche Situationen an den Kreuzen Bochum und Witten.

Die vernünftigen Fahrer ordnen sich zum Abbiegen vorzeitig ein, während ein paar besonders Schlaue links an der Kolonne vorbeiziehen, um dann noch soeben die Abfahrt zu erwischen. Dabei haben auch schraffierte Sperrflächen keine Bedeutung mehr. Oder es wird auf der linken Spur bis zum Stillstand abgebremst, weil rechts keine Lücke mehr ist. Die Folge: ein kilometerlanger Rückstau, obwohl die linke Fahrbahn eigentlich frei sein könnte. Aber das ist den Verursachern egal, Hauptsache 10 Sekunden gespart.

26.01.2009
19:45
Massenkarambolage im Autobahnkreuz
von nameerforderlich | #1

Eine durchgezogene Linie zwischen linker und rechter Spur, um zumindest eine Spurwechselhemmung (schönes Wort) aufzubauen, so wie an der Auffahrt Bochum Riemke, könnte zukünftig für eine gewissen Entspannung sorgen.

Aus dem Ressort
Flüchtlinge in Herne haben die erste Nacht hinter sich
Asylbewerber
Die 97 Asylbewerber, die am Donnerstag von einem Tag auf den anderen zusätzlich nach Herne gekommen sind, haben die erste Nacht in der Notunterkunft, der Turnhalle der Gesamtschule Wanne-Eickel, hinter sich. Probleme gab es nicht, heißt es aus dem Krisenstab.
RWE-Azubis tauschen das Büro mit der Baustelle
Ehrenamt
Im Projekt „Menschen machen’s möglich“ entstand ein Spielhaus für die Sportjugend. Stromkonzern hatte 2000 Euro für die Errichtung des Hauses gespendet. Die Azubis sollen so die Arbeit mit Team lernen und außerhalb des Büroalltages Kontakte knüpfen.
Städtische Kanalisation in Herne gerät an ihre Grenzen
Kanalisation
Neue Ideen sind gefragt, um heftige Wetterereignisse wie Starkregen abzufedern, die in Zukunft häufiger eintreten könnten. Rückhaltebecken, Entsiegelung oder Überflutungsflächen können Schäden vermindern. 100prozentige Sicherheit gibt es allerdings nicht.
Grausamer Tod einer Mutter aus Herne erneut vor Gericht
Landgericht
Der grausame Tod einer Wanne-Eickelerin wird erneut vor Gericht verhandelt: Der 38-jährige Angeklagte kann dabei aus juristischen Gründen auf eine mildere Bestrafung hoffen, muss aber möglicherweise in Sicherungsverwahrung. Er hatte seine Stieftöchter massiv sexuell missbraucht
Abfälle im Bergwerk beschäftigen Umweltausschuss
Umwelt
Die Linke macht auf ein 25 Jahre altes Problem aufmerksam. Vertreter der Bezirksregierung zur nächsten Sitzung eingeladen. Rückstände aus Müllverbrennungsanlagen seien ohne Beeinträchtigungen für das Grundwasser verpresst worden.
Umfrage
Die Plutohalde in Wanne-Eickel hat nun eine Aussichtsplattform in 85 Metern Höhe . Was halten Sie davon?
 
Fotos und Videos
Mittelalterfest
Bildgalerie
Fotostrecke
Wanne bewegt sich
Bildgalerie
Fotostrecke
Internationale Katzenausstellung
Bildgalerie
Haustiere