Markus Schlüter bleibt CDU-Chef in Herne

Was wir bereits wissen
Der Herner CDU-Chef Markus Schlüter wurde mit 90,1 Prozent bestätigt. Der neue zweite Vize, OB-Kandidat Peter Neumann-van Doesburg vor, erhielt 62,5 Prozent.

Herne..  Markus Schlüter bleibt Chef der CDU in Herne. Auf dem Kreisparteitag der Union erhielt der 46-Jährige am Samstag 90,1 Prozent der Stimmen. Einen Gegenkandidaten gab es nicht. Damit konnte Schlüter noch eine Schippe drauflegen: Vor zwei Jahren, als er die Nachfolge von Renate Sommer antrat, stimmten 84,6 Prozent der Mitglieder für ihn.

Die CDU, so warb Schlüter im Kongresszentrum der St. Elisabeth-Gruppe um Zustimmung für seinen Kurs, sei gestärkt aus den Kommunalwahlen 2014 hervorgegangen. Gemeint war die „GroKo“ mit der SPD im Rat, die die Union schloss — durch einen „zukunftsfähigen Kooperationsvertrag“, wie Schlüter bilanzierte. Durch Rot-Schwarz habe die Union „erstmals seit langem wieder wirkliche politische Verantwortung“ in Herne übernommen. Und die Arbeit im Rat, bekannte Schlüter, mache nun „deutlich mehr Spaß“, da auch die CDU in der Stadt „das Sagen“ habe. So sei es etwa die Union, die das Vorschlagsrecht für den neuen Dezernenten habe, und sie sei es, die nach den Osterferien die Entscheidung treffe, „wer demnächst sein Büro im Herner Rathaus beziehen wird“.

Inhaltlich will sich die CDU in der Regierungsarbeit mit der SPD, wie im Kooperationsvertrag vereinbart, für eine Stärkung von Kommunalem Ordnungsdienst, Schulsozialarbeit und des Ausbaus der Infrastruktur einsetzen, versprach der CDU-Kreisvorsitzende.

Einsatz für saubere Schulen

Und nicht zuletzt: für „vernünftige Bedingungen“ an den Schulen. Er bezog sich auf einen WAZ-Bericht vom Tage, der über Missstände bei der Reinigung berichtete. Schlüter dankte den Bezirkspolitikern, „dass sie den Finger in die Wunde legen“. So, wie es derzeit in Herner Schulen aussehe, „geht keiner gerne in die Schule, Schüler nicht und Lehrer nicht“. Das, forderte er, müsse sich ändern.

Im Amt bestätigt wurde auch der stellvertretende Parteivorsitzende Timon Radicke. Der 29-jährige Oberleutnant der Reserve erhielt 87,5 Prozent (2013: 83,5 Prozent).

Nachbesetzt werden musste nach dem Rückzug von Benjamin Majert der Posten des zweiten Vorsitzenden. Partei- und Fraktionschef Schlüter schlug den knapp über 100 Mitgliedern CDU-Ratsherr und -OB-Kandidat Peter Neumann-van Doesburg vor: „Er kennt die Kreispartei wie kaum ein anderer.“ Der Kandidat selbst konnte nicht für sich werben, er befindet sich nach den Worten Schlüters mit einer Seniorengruppe auf Borkum. Auch er wurde ohne Gegenkandidat gewählt – mit 62,5 Prozent der Stimmen.