Mark Knüppels Liebe gilt alten Vespas

In seiner Garage hat Mark Knüppel einige Vespa-Schätzchen untergebracht.
In seiner Garage hat Mark Knüppel einige Vespa-Schätzchen untergebracht.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
In der Gartenstadt blüht so manche verborgene Leidenschaft. Mark Knüppel sammelt - und fährt - alte Vespas. Langsam wird es eng in der Garage.

Herne..  Der Hintergarten am Sonnenblumenweg ist ungewöhnlich gestaltet. Neben handelsüblichen Gartenmöbeln und einem großen Apfelbaum stehen Surfbretter und alte Mopeds auf der Wiese von Marc Knüppel herum.

Der 42-jährige Angestellte ist leidenschaftlicher Vespa-Fan und hat schon im zarten Alter von sechs Jahren das erste Moped geschenkt bekommen. „Mein Vater hat mich damals mit aufs freie Feld genommen und los ging’s“, grinst er. Die Leidenschaft wurde ihm also in die Wiege gelegt. Seine Eltern hatten eine Tankstelle in Herne und waren immer schon motorradbegeistert. Die „Honda Monkey“ aus der Kindheit steht nun bei ihnen herum, beide Garagen von Marc Knüppel sind bereits wegen Überfüllung geschlossen. Wahre Schätzchen verbergen sich dort, zum Beispiel eine Vespa Messerschmidt aus dem Jahr 1958. „Die Benzinleitung ist leider komplett durchgerostet, da kann man nichts mehr machen“, bedauert Knüppel.

Anders sieht es mit der Vespa PX 80 draußen auf der Wiese aus: „Ja, die fährt noch, zum Glück. Das ist schon richtiges Nostalgie-Feeling. Dieses Modell ist von 1988 und hier sind noch alle Teile aus Blech, an den neuen Ausführungen ist ja heutzutage alles aus Plastik.“ Insgesamt elf Modelle sind bei ihm beheimatet, aber nur zwei funktionstüchtig. Auf seine 125er-“Gilera Runner“ ist er besonders stolz: „Zwar noch nicht so alt, Baujahr 200,4, aber eine super Karre“, mit blitzenden Augen schaut er seinen „Liebling“ an.

Zu Gast bei Motorradmessen

Am schönsten ist das Hobby im Kreise der Mitstreiter. So hat es den passionierten Schrauber schon mit anderen „Freaks“ nach Dortmund und Essen auf Motorradmessen verschlagen. Die stolzen Aussteller wurden gezielt vom ADAC akquiriert, da Roller zu bestimmten Jahrgängen gesucht wurden. Selbst wenn er unendliche Reichtümer mit seinen Vespas verdienen würde, ist eines klar: „Die Gartenstadt ist super. Wer hier einmal wohnt, will nie wieder weg.“ Wer weiß auch, was die Nachbarn in anderen Siedlungen sagen würden.“