Marien Hospital Herne eröffnet neue Onkologische Ambulanz

Ein Glas Sekt lässt sich die ehemalige Patientin Simone Heinze (r.) zur Neueröffnung der Onkologischen Ambulanz im Herner Marien Hospital schmecken.
Ein Glas Sekt lässt sich die ehemalige Patientin Simone Heinze (r.) zur Neueröffnung der Onkologischen Ambulanz im Herner Marien Hospital schmecken.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Innerhalb von fünf Monaten wurden im Herner Marien Hospital die alten OP-Säle in eine moderne, großzügige Onkologische Ambulanz umgebaut.

Herne..  Rund 2000 Patienten werden jedes Jahr in der Onkologischen Ambulanz des Herner Marien Hospital/Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum behandelt. Ab Montag erhalten sie ihre Therapien, die durchaus einige Stunden dauern können, in komplett neuen, hellen und freundlichen Räumen mit Wohlfühlatmosphäre - für den Genesungsprozess ein nicht unwesentlicher Faktor. Gestern verschafften sich viele Vertreter des öffentlichen Lebens, Mitarbeiter des Hauses und der St. Elisabeth-Gruppe, Nachbarn und Patienten bei der offiziellen Eröffnung einen ersten Eindruck. Im Stile der Onkologischen Ambulanz soll bis 2019 das gesamte Marien Hospital ausgebaut werden, kündigte Theo Freitag, Geschäftsführer der St. Elisabeth-Gruppe an, der sich über den zügigen Abschluss des ersten Bauabschnitts freute.

Gerade fünf Monate dauerten die Arbeiten. Diese Geschwindigkeit sei auch nötig, um die Beeinträchtigungen durch die Bauarbeiten bei laufendem Betrieb für Mitarbeiter und Patienten halbwegs im Rahmen zu halten, so Freitag. Befand sich die Onkologische Ambulanz bislang in der 4. Etage des Bettentrakts, so zog sie nun in die 1. Etage um - dorthin, wo sich früher einmal die Operationssäle befanden, die aber schon 2003 still gelegt wurden. Der Bereich wurde komplett entkernt, saniert und neu gestaltet und bietet nun auf 850 Quadratmetern nicht nur einen geräumigen Empfang und Wartebereich, sondern auch verschiedene Untersuchungs-, Besprechungs- und Ärztezimmer und einen mit Hightech ausgestatteten Konferenzraum. Für die Patienten sind jedoch die Behandlungszimmer, in denen sie ihre Chemotherapie erhalten, das Wichtigste: In drei der großzügig geschnittenen Räume stehen für sie besonders bequeme Relax-Chairs zur Verfügung, in einem weiteren Raum Betten für Patienten, die im Liegen behandelt werden müssen. Die Behandlungszimmer sind außerdem mit Fernsehen und Tischchen ausgestattet.

„Es war mir unvorstellbar, dass sich hieraus etwas Schönes entwickeln könnte“, hebt Prof. Dr. Dirk Strumberg, Chef der Onkologie, auf den vorherigen Zustand der Räume ab. Um so mehr ist er nun angetan von der ansprechenden Umgebung, in der die Patienten nun behandelt werden und das zwölfköpfige Team arbeiten kann.

Arbeiten für Anbau im Innenhof laufen

Umbau und Ausstattung hat sich die St. Elisabeth-Gruppe 2,8 Millionen Euro kosten lassen - ausschließlich aus Eigenmitteln finanziert. Nicht viel anders sieht es für den weiteren Ausbau und die Sanierung des Krankenhauses aus, in das die St. Elisabeth-Gruppe rund 70 Millionen Euro investiert; keine acht Prozent davon kommen aus öffentlichen Mitteln. Entgegen anderslautenden Gerüchten, so Architekt Ulrich Krampe, werde das Gebäude um zwei Etagen aufgestockt, der Statiker habe keine Bedenken. In vollem Gange sind bereits die Arbeiten für den dreigeschossigen Neubau im Innenhof, wo Abteilungen einziehen, die bislang noch in Börnig untergebracht sind. Dazu muss aktuell ein Bunker beseitigt werden, der in den 60er-Jahren mit dem Krankenhaus gebaut worden war.

Im Erdgeschoss des St. Marien Hospital baut die St. Elisabeth-Gruppe einen mit allen technischen Finessen ausgestatteten Hörsaal mit 250 Sitzplätzen und bietet dann den größten Hörsaal der Medizinischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum.


Der Hörsaal soll am Freitag, 25. September, eröffnet werden, rechtzeitig zum Beginn des Wintersemesters 2015/’16.