Magische Musical-Welten

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"Das Schicksal von Cysalion", ein episches Fantasymusical der Autoren Marc Blasweiler und Peter Groß-Paaß, war in einer Produktion der Ring-Stars am Freitag und Samstag im Kulturzentrum zu sehen. Das Ensemble riss das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin.

Herne.. "Das Schicksal von Cysalion", ein episches Fantasymusical der Autoren Marc Blasweiler – er führte auch die Regie - und Peter Groß-Paaß, riss in einer Produktion der Ring-Stars am Samstagabend das Publikum im Kulturzentrum zu Begeisterungsstürmen hin. Die Musik hat Jan Glembotzki komponiert.

Die magische Welt von Cysalion, in einer mythischen Vorzeit von ihren inzwischen spurlos verschwundenen Göttern und deren Wächtern - Vartori - beschützt, steht 1687 vor einer Zeitenwende: Die beiden Reiche von Hegar und Regat müssen sich verbünden, wenn sie einen Angriff des Geheimbundes der Xetaren, der mit Hilfe der besiegten und vertriebenen Rythaner die Macht anstrebt, abwehren wollen.

Anspielungen auf "Der Herr der Ringe"

Das will der undurchsichtige Dovaras (Olaf Jansen) um jeden Preis verhindern. Und auch Kaiser Arkon von Regat (Ralf Pappers) verfolgt unter dem Einfluss seiner intriganten Mätresse Lady Meredin (Cordula Fröhlich) eigennützige Ziele. Aber mutige Retter sind unterwegs: Lady Jade von Galen (Nicole Fröhlich) und ihr Bruder Decem (Marc Blasweiler), die Kinder König Melvens von Hegar (Scott Krausen) wollen zusammen mit den beiden Boonlingen Aneta Claywood (Mirjam Mayr), ihrer Freundin Tara Rivershine (Nicole Schuhmacher), dem Wächter Caylen (Peter Groß-Paaß) und der Silmatey Vajeen (Kathrin Vogel) den Untergang Cysalions abwenden.

Jan Glembotzkis Musik verbindet fetzige Rock- und lyrische Popelemente zu einem mitreißenden Sound. Trotz der über drei Stunden dauernden Aufführung bleibt die Spannung ungebrochen; Kathrin Vogels faszinierende Choreographien und die fantasievollen Szenerien von Savage Fellowship ziehen das Publikum von der ersten bis zur letzten Minute ebenso in ihren Bann wie die engagierten Darsteller.

Musical und Comedy gehen Hand in Hand. "Herr der Ringe"-Fans finden sowohl in der Handlung wie in einigen Bildern Anlehnungen an Peter Jacksons Oscar-prämierte Trilogie. Und auch die "Fluch der Karibik"-Filme waren dem Autorenteam Marc Blasweiler und Peter Groß-Paaß sicherlich nicht unbekannt.

Ungeachtet dieser Anspielungen ist „Das Schicksal von Cysalion" ein originelles, eigenständiges Werk, das einen geheimnisvollen Kosmos beschwört und das Publikum im Kulturzentrum begeistert.