Linkspartei: Droht Fraktion nun sogar die Spaltung?
28.12.2009 | 13:13 Uhr 2009-12-28T13:13:00+0100Herne. Der Zoff bei der Linkspartei geht in eine neue Runde. Nun melden sich die Stadtverordneten Gabi Bitzer und Rainer Kielholz zu Wort - und schießen zurück.
Wer mit Mitgliedern der erweiterten Ratsfraktion von „Die Linke” spricht, kommt an dieser Feststellung kaum noch vorbei: Die Fraktion könnte kurz vor der Spaltung stehen. Gestützt wird dies auf den Zoff der vergangenen Tage – über das Abstimmungsverhältnis zur mittelfristigen Schließung zweier Hauptschulen oder die Bestellung der neuen Fraktionsgeschäftsführerin (die WAZ berichtete). Es gab viele böse Worte, Erklärungen und Briefe.
Jetzt kommt es noch ärger: „Es gibt in der Fraktion ein Wir und ein Ihr”, sagen Gabi Bitzer und Rainer Kielholz im Gespräch mit der WAZ. Die beiden sitzen seit wenigen Wochen für Die Linke im Rat und werfen Teilen der erweiterten Fraktion „Kaderdenken” und „alte Seilschaften” vor. Rainer Kielholz: „Die Partei wird in Geiselhaft genommen als Pensionssicherungsverein. Es geht nur um Fleischtöpfe.”
Bitzer und Kielholz waren aus Teilen der erweiterten Fraktion – sie zählt 23 Männer und Frauen – zuletzt ein „merkwürdiges Demokratieverständnis” vorgeworfen worden. Hintergrund war die Bestellung von Martina Heller als Geschäftsführerin der Fraktion. Eine siebenköpfige Personal-Auswahlkommission hatte ebenso mehrheitlich für Andreas Ixert votiert wie die Mehrheit der erweiterten Fraktion. Aber: Am Ende stellten sich drei von fünf Mitglieder der Ratsfraktion dagegen, was die Satzung zulässt. Anschließend wurde gegen Günter Nierstenhöfer, Gabi Bitzer und Rainer Kielholz scharf geschossen. Bitzer und Kielholz wollen das nun nicht mehr auf sich sitzenlassen. Sie schießen zurück.
Den beiden neuen Ratsmitgliedern zufolge hat die Ablehnung von Andreas Ixert ein Vorspiel. Zu ihm hätten sie kein Vertrauen mehr. Ixert habe sich schon vor der Kommunalwahl vertraglich den Posten des Geschäftsführers sichern wollen, dafür gebe es protokollierte Beweise. „Das ist aber nicht rechtens”, sagen Bitzer und Kielholz, „eine unverschämte Dreistigkeit”. Darüber hinaus habe Ixert Kielholz zweimal grundlos aus einer Fraktionssitzung geworfen. „Das ist keine Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit”, sagt Kielholz.
Für Bitzer und Kielholz steht fest: Trotz eines nervösen Vorstellungsgesprächs erfülle Martina Heller das Anforderungs- und Tätigkeitsprofil für die Fraktionsgeschäftsführung besser. Das sei durch Informationen aus zwei anderen Kreisverbänden gestützt worden. Die Gründe für die Ablehnung hätten alle Mitglieder der Linken schriftlich bekommen, „nur ließ man dazu keine inhaltliche Diskussion zu”, sagen Bitzer und Kielholz. Immer wieder werde von großen Teilen der erweiterten Fraktion Basisdemokratie eingefordert, diesmal aber war es „eine Mehrheitsdemokratur”. Die beiden neuen Ratsmitglieder: „Unsere Leidensgrenze ist erreicht.” Sie forderten Andreas Ixert auf, seine Bewerbung um den Geschäftsführerposten zurückzuziehen, um den Kreisverband zu befrieden.
00:13
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
18:29
Schon wieder eine neue Linke, es wird immer interessanter mit dem Haufen.
Wie sang schon Jürgen Marcus:
eine neue linke ist wie ein neues leben nananananana
10:18
Nicht mehr lange.
20:54
Die besten Parteiveranstaltungen werden über die WAZ ausgetragen (17.12. / 28.12. nur einige Beispiele)
14:16
Legt doch auch einmal ein paar Fakten auf den Tisch, dieses persönliche sich Gegenseitig in den Po treten nimmt keiner mehr wahr. Nennt Namen, Zahlen, Fakten und die Menschen schauen wieder hin.
Außerdem würde das tatsächlich der Partei nutzen und ein wenig Öffentlichkeit ist meist
wirksamer als 100 Parteiveranstaltungen.
06:39
Ach du meine Güte, was hat die Anne Kielholz ein dünnes Nervenkostüm. Omma nimmt Buerlecitin, soll helfen!
Warum beziehst Du jeden Kommentar auf Dich oder Deine Sippe?
Welcher Nickname wäre Dir den angenehm? Wirst Du denn auch in Insiderkreisen ...genannt?
03:25
# 99
------
Die geschriebenen Kommentare erregen in mir Abscheu!
Weder Rainer K. noch meine Wenigkeit hatten jemals eine Kneipe, jedoch fuhr mein Mann während der Semesterferien Taxi, was keinesfalls verwerflich ist.
Leider duzt man sich in der Partei, jedoch bitte ich Sie, außerhalb der Partei die förmliche Anrede zu nutzen.
20:08
# 99 Nicht so!
Ich dempfehle dringendst, ein anderes Pseudonym zu benutzen.
19:02
# 97/98 Jawoll, die politischen, meine bei Dir, die apolitischen Strippenzieher sind bekannt: Die Nicht-Abstimmen-Könner nämlich. Sie schaden mit all ihren Handlungen-z.B. Geldverschleudern durch Anmietung von einer Kneipe, vielleicht weil eine der Nichtkönner mal semiprofessionell dort auch Nichts auf die Reihe bekommen hat, wie man so hört. So jetzt kann die Annemarie die 100 voll machen.
18:34
Mit Sicherheit keinen Klebstoff # 96, sondern politscher Weitblick und Können ist gefragt.
Unter v.g. Umständen ist es sehr leicht, die 100 zu erreichen und weiterhin Gift zu streuen.