Leise kriselt's im Gastgewerbe
20.10.2009 | 17:59 Uhr 2009-10-20T17:59:00+0200Die Wirtschaftskrise hat auch die Herner Hotels und Restaurants erreicht. Minus von 3 bis 4 Prozent
Die Wirtschaftskrise hat auch das Hotel- und Gaststätten-Gewerbe in Herne getroffen. Allerdings fallen die Umsatzrückgänge im Vergleich zum Vorjahr nicht allzu dramatisch aus – und nicht alle Bereiche sind gleich stark betroffen.
„Relativ starke Einbrüche gibt es in der Hotellerie”, erklärt Claus Altendorf, für den Raum Bochum/Dortmund zuständiger Geschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) auf Nachfrage. Für die Stadt Herne sei dieser Trend jedoch aufgrund der relativ geringen Hoteldichte „nicht so dramatisch”. „Herne hat ja nur sehr wenige Hotels, im Raum Düsseldorf ist das eher ein Thema”, so Altendorf. Er beziffert die Umsatzrückgänge im Übernachtungsgeschäft in der Region auf etwa drei Prozent.
Eine Zahl, die Hans Ulrich van Dillen, TGG-Geschäftsführer, für sein Parkhotel bestätigen kann: Zwischen 15 000 und 16 000 Übernachtungen verbucht das größte Herner Hotel jährlich. „Bis Ende September waren es in diesem Jahr erst rund 11 150,” so van Dillen. Er glaubt nicht daran, dass er bis zum Jahresende noch den Normalwert erreichen wird. Was das Parkhotel betrifft, ist der augenscheinlich eindeutigste Trend schuld: Sowohl im Hotel- als auch im Gaststättengewerbe hat vor allem der Firmenkundenbereich gelitten. „Es macht sich einfach nicht so gut, ausgiebig mit Geschäftskunden essen zu gehen, wenn im Betrieb gerade Zeitarbeit läuft”, formuliert Altendorf spitz. Und van Dillen bestätigt: „Unser Tagungsgeschäft ist eindeutig zurückgegangen – und 90 Prozent unserer Gäste sind Geschäftskunden. Während man früher das ganze Wochenende mit drei Übernachtungen geblieben ist, beschränken sich heute viele auf ein, maximal zwei Nächte”, so van Dillen. Und wer nicht im Hotel übernachte, sitze am Vorabend eben auch nicht unbedingt im Hotelrestaurant.
Im Privatkundenbereich stehe die Gastronomie zwar noch „ganz gut” da, so Altendorf, im Schnitt habe die Branche jedoch ein Minus von etwa vier Prozent zu verkraften: „Dabei sind weniger die mittlere bis gehobene Gastronomie betroffen, als vielmehr – und kurioserweise – der Fastfoodbereich.” Die TGG übrigens freut sich ganz gegen den Trend über „einen wahnsinnigen Boom im Mondpalast”, von dem auch die dort ansässige Gastronomie profitiert.
17:47
War da nicht letzten noch ein Artikel in der WAZ, der den großen Zuwachs an Touristen, wohl besonders in Herne erwähnt hatte?
Wie passt das jetzt zusammen?
16:39
Parkhotel Herne mit 104 Betten ( 20 EZ, 41 DZ und 1 Junior-Suite) Bei 15 000-16 000 Übernachtungen im Jahr ist das keine gute Auslastung. Aber in Herne bommt alles nach Meinung von einigen in der Herner Verwaltung und Politik.
09:03
Bei dem Herner Schuldenstand, wird sich in den nächsten Jahren in Herne bei den kommunalen Unternehmen einiges ändern. Hernes Politiker/Verwaltung müssen genauso wie in Bochum überlegen,welche kommunalen Unternehmen man privatisieren kann. Es wird in vielen Bereichen für die Bürger weitere schmerzhafte Einschnitte geben
08:11
Natürlich können die Betriebe unter privater Führung erhalten bleiben. Wer sagt denn, daß ein kommerzieller Unternehmer die selben Verluste macht.
22:05
Wer bitte übernimmt denn als Privater einen Verlustbetrieb?
Eine Frage muss man stellen, will man diese Betriebe erhalten, werden diese Betriebe gebraucht?
Da muss der Rat der Stadt entscheiden und dem Bürger gegenüber Rechenschaft ablegen.
Ich persönlich bin für den Erhalt der TGG, mit KUZ, Parkahaus usw.
21:35
Man kann auch verlustträchtige kommunale Betriebe privatisieren.
21:20
Ohne TGG hätten wir kein KuZ mehr, kein Parkhaus, keinen Mondpalast - wir hätten 100 Arbeitsplätze weniger. Aber püpser wäre glücklich...
Kultur kostet nun einmal Geld - so könne sie auch alle genießen.
Glück auf
19:48
Die TTG freut sich über einen wahnsinnigen Boom im Mondpalast , von dem auch die dort ansässige Gastronomie profitiert . Welch eine törichte Aussage. Die TGG hatte im Jahre 2008 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 666 425,56 Euro. Der Betrag wird durch die Bürger aufgebracht und ausgeglichen. Da jahrelang schon hohe Fehlbeträge waren, wäre die TGG als kommerzielles Unternehmen schon längst in Insolvenz gegangen.