Leichter Bus soll weniger Kraftstoff verbrauchen

Sind Leichtbaubusse eine Alternative zu den sonst üblichen in Herne sowie in Bochum, Gelsenkirchen, Dortmund, Witten, Hattingen, Bottrop und dem Kreis Recklinghausen verkehrenden Linienbussen? Das wollen die Partner der Kooperation östliches Ruhrgebiet (KöR) – HCR, Bogestra, DSW21 und Vestische – im kommenden halben Jahr herausfinden.

Je ein Exemplar des Typs Citea LLE 120 des Busherstellers VDL ist dafür zeitgleich bei den kommunalen Verkehrsunternehmen im Praxistest. Durch seine Leichtbauweise habe der Zwölf-Meter-Bus ein Eigengewicht von rund neun Tonnen und sei damit etwa drei Tonnen leichter als die bisherigen so genannten Standardbusse der KöR. Erreicht werde die Gewichtsersparnis dadurch, dass das übliche Stahlchassis durch ein Edelstahlgerippe mit Seitenbeplankungen aus Fiberglas sowie einer Bodenplatte und einem „Sandwichdach“ aus ausgeschäumten Kunststoffplatten ersetzt werde. Hinzu komme der konsequente Einsatz von Kunststoffbauteilen im Front- und Heckbereich. Kleinere Laufräder, Durchmesser von 19,5 statt 22,5 Zoll, sparten weitere Kilo. Das abgespeckte Gewicht hat einen Zweck: die Verringerung des Kraftstoffverbrauchs. Wie viel weniger es im Linieneinsatz im östlichen Ruhrgebiet tatsächlich ist, werde von den beteiligten Verkehrsunternehmen kontinuierlich erhoben, heißt es weiter. Um eine umfassende Bewertung des VDL-Fahrzeugs vornehmen zu können, wird nicht nur der Kraftstoffverbrauch der Fahrzeuge ermittelt: In den vier KöR-Unternehmen werde es eine Befragung der Fahrgäste, Fahrdienstmitarbeiter und Werkstattmitarbeiter geben. Auf Basis der Erfahrungen und der gewonnenen Ergebnisse soll dann KöR-einheitlich über die Leichtbaubusse entschieden werden.

Die HCR und ihre Partnerunternehmen Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG, Dortmunder Stadtwerke AG und Vestische Straßenbahnen GmbH haben sich im April 1999 zur „Kooperation östliches Ruhrgebiet“ zusammengeschlossen. Das Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, eine höhere wirtschaftliche Effizienz zu erlangen, den Kundinnen und Kunden qualitativ bessere Leistungen anzubieten und die kommunalen Haushalte weiter zu entlasten.