Künstlerinnen und Besucher arbeiten zum Thema Aberglauben

Im Archäologiemuseum gestalten Küntlerinnen mit Besuchern eine Papiercollage.
Im Archäologiemuseum gestalten Küntlerinnen mit Besuchern eine Papiercollage.
Foto: Bodemer
Beim Familiensonntag im LWL-Museum gestalteten Ines Braun und Iris Stephan eine bunte Collage inmitten der Ausstellung.

Herne..  „AberGlaube - moderne Kunst trifft auf archäologische Funde“ - so betiteln Ines Braun und Iris Stephan ihr Kunstprojekt, in dessen Rahmen sie gestern am Familiensonntag in ihre Künstlerwerkstatt einluden. Mitten in der Sonderausstellung im LWL-Archäologiemuseum platziert, sahen sich Interessierte zwischen Farben und Pinseln mit der Aufgabe konfrontiert, eine großformatige Papiercollage zu gestalten - und den Aberglauben einfließen zu lassen.

In Anlehnung an die Arbeiten der beiden Künstlerinnen, die zur Zeit im Museum ausgestellt sind, wurden neue Werke entwickelt: Fotos der Ausstellungsstücke werden auf die große Leinwand geklebt und - mithilfe von Kleister, Kreide, Aquarellfarben und Stempeln - in neue Ordnungen gebracht, was am Ende viel Platz für Interpretationen lässt.

„Wir verarbeiten die Stücke auf der Collage ganz neu - besonders inspirierend ist dabei die Anwesenheit von verschiedensten Menschen“, erklärt Iris Stephan. So wirken sowohl Laien als auch Profis, Junge als auch Ältere mit. „Der individuellen Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt“, sagt die Künstlerin.

Darüber freut sich auch Mati. Die Neunjährige hat einen Indianer auf die Collage gebracht und schmückt seine Umgebung mit glückbringenden Hufeisen. Doch sie ist sich sicher: „Zum Aberglauben passen am besten Fledermäuse.“ Neben ihrem Indianer sind Kopien der Zeichnungen von Ines Braun aufgeklebt, die eigentlich tote Fledermäuse zeigen. Alle sind sich einig, dass sie „jetzt wieder zum Leben erwacht sind“.

Aber bei der großen Collage soll es nicht bleiben. Zum Ende hin erhält jeder Teilnehmer ein Passepartout, also einen Rahmen, den er auf eine beliebige Stelle legen kann, um sie später auszuschneiden und in den Rahmen einzufügen. Die Inhalte werden dabei erneut aus ihrem Kontext gerissen, sorgen aber für umso interessantere Ergebnisse.