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Künstlerzeche Unser Fritz

Künstlerin kehrt zurück zu den Wurzeln

07.07.2010 | 17:24 Uhr
Künstlerin kehrt zurück zu den Wurzeln
Doris Kirschner-Hamer hat in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 in Herne ein Atelier bezogen. Foto: Labus

Die Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 ist nicht nur ein Veranstaltungsort, sondern ein Haus mit Arbeitsräumen für Künstler. Seit Ende letzten Jahres waren zwei der Ateliers verwaist. Jetzt sind die beide neu bezogen worden.

Doris Kirschner-Hamer ist eine der Künstlerinnen, für die sich die Ateliergemeinschaft entschieden hat. Für Kirschner-Hamer ist die Künstlerzeche kein unbekannter Ort. Sie ist in Wanne-Eickel aufgewachsen. Schon Anfang der 1970er Jahre hat sie dort Veranstaltungen besucht und die damaligen Künstler kennengelernt. In der Künstlerzeche machte sie auch ihre ersten Erfahrungen mit der bildenden Kunst. Doch dann hat sie einen eher theoretischen Weg eingeschlagen. Im Studium der Sozialpädagogik beschäftigte sie sich mit „Ästhetischer Bildung“. Es blieb aber nicht bei der Theorie alleine.

Das Interesse an praktischen Arbeiten führte sie zu verschiedenen Kunstschulen. Dort legte sie die Grundlagen für ihren ganz eigenen künstlerischen Weg. „Das Atelier in der Künstlerzeche ist für mich ein Zurück zu den Wurzeln“, erzählt sie lachend.

In ihren Zeichnungen geht Doris Kirschner-Hamer sehr spontan und prozesshaft vor. Sie lässt sich ganz durch momentane Stimmungen und Launen, aber auch literarische Vorlieben leiten. „Es einfach geschehen lassen“, ist ihr künstlerisches Motto. Sie arbeitet dabei gerne in Serien, die fast einem künstlerischen Tagebuch gleich kommen.

Neben den Zeichnungen entstehen aber auch Objekte aus und mit Fundstücken. Aber Doris Kirschner-Hamer ist keine große Sammlerin. Sie findet oft unscheinbare Dinge auf Flohmärkten. Es muss irgendwie Klick machen: „Da kann ich was ‘raus machen“, sagt sie sich. Bestimmte Dinge sprechen sie an und schon hat sie eine Idee für ein Objekt im Kopf. Ihre Objekte sind geplant und komponiert. In ihnen spiegelt sich oft ihr gesellschaftspolitisches Engagement, manchmal auch gepaart mit bitterer Ironie.

Wer aktuelle Arbeiten von Doris Kirschner-Hamer sehen möchte, kann dies bis Ende Juli in der Akademie Mont-Cenis tun.

Falko Herlemann

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Kommentare
10.07.2010
10:40
Künstlerin kehrt zurück zu den Wurzeln
von W.Geschw | #1

Ich bin auch Künstler...kann besoffen gegen die Mülltonne pinkeln...schreibt aber keiner drüber...komisch

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