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Kontrolle und Knolle

23.08.2010 | 18:33 Uhr
Kontrolle und Knolle
In Zukunft soll man auf der Baarestraße in Herne mit zwei Reifen auf dem Gehweg und mit zwei Reifen auf der Straße parken. Auch soll dies so bald gekenzeichnet sein. Noch ist kein Schild zu sehen. Ute Gabriel / WAZ FotoPool

Herne.Nach einer internen Umstrukturierung schreibt der städtische Ordnungsdienst mehr Knöllchen. Parkregelungen werden überprüft und neue Schilder aufgestellt.

In den letzten Monaten häuften sich Verwirrungen um neue Parkregelungen in diversen Straßen im Stadtgebiet. Auf dem Rohde, in der Dorf-, Liebig- und Baarestraße, Am Trimbusch Hof – überall mussten sich Anwohner und Verkehrsteilnehmer an neue Parkregelungen gewöhnen, nicht selten ging das auch mit dem ein oder anderen Knöllchen einher. Dass es zuletzt, insbesondere in den innen­stadtferneren Bezirken, in Sodingen, Börnig oder Holthausen, vermehrt zu diesen Änderungen und den entsprechenden neuen Beschilderungen gekommen ist, könne „vielleicht tatsächlich dadurch kommen, dass mehr kontrolliert wird“, erklärt Stadtsprecher Christian Matzko.

Zu Beginn des Jahres hat eine Umstrukturierung im Außendienst des Ordnungsamtes stattgefunden: Die Trennung der Zuständigkeitsbereiche von acht Mitarbeitern des Kommunalen Ordnungsdienstes und von vierzehn Mitarbeitern der Verkehrsüberwachung wurde aufgehoben. Matzko: „Alle 22 Mitarbeiter machen jetzt alles und sind meist in Zweier-Teams und in zwei Schichten von 7 bis 22 Uhr in vier Bezirken unterwegs.“ Die neue Arbeitsorganisation sei effektiver. Während sich bisher die Kontrollen verstärkt auf den Innenstadtbereich konzentrierten, ist jetzt personell auch Luft für die städtischen Außenbereiche.

Auf Gehweg geparkt

Eine Situation wie zuletzt in der Baarestraße ist beispielhaft: Früher wurde dort immer auf dem Gehweg geparkt. Weil kaum kontrolliert wurde, kamen die Autofahrer damit durch, obwohl es eigentlich verboten ist. Nun kommen doch Kontrolleure und schreiben auf. Die Verwarnten beschweren sich bei der Stadt, sie hätten immer so geparkt und kein Schild weise auf ein Parkverbot hin. Die Angelegenheit wird überprüft und neue Schilder – die in diesem Fall das Parken auf dem Gehweg künftig erlauben werden – räumen alle Missverständnisse aus.

„In den meisten Fällen reagieren die Kollegen auf Beschwerden von Anwohnern“, betont der Stadtsprecher und wehrt sich gegen die Behauptung, man wolle durch verstärkte Kontrollen und mehr Bußgelder die Stadtkasse füllen. „Die Intention ist nicht, Einnahmen zu erzielen, sondern dafür zu sorgen, dass Regeln eingehalten werden“, so Matzko. Als praktische Umsetzung des im Sparpaket verankerten Vorsatzes der Kommune, durch mehr Geschwindigkeits- und Parkkontrollen bis 2015 Mehreinnahmen von 2,4 Mio. Euro zu erzielen, will er die aktuellen Entwicklungen nicht verstanden wissen.

Die ausgesprochenen Verwarnungen wegen Falschparkens sind in den letzten Jahren gestiegen: Von rund 51 000 im Jahr 2007 auf 55 000 im Jahr 2009. Bleibt der 2010er Knöllchen-Schnitt in den nächsten Monaten konstant, könnten es in diesem Jahr fast 63 000 werden, bis zum 1. August wurden fast 37 000 Tickets geschrieben.

Susanne Meimberg

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Kommentare
26.08.2010
17:47
Kontrolle und Knolle
von chrei | #22

Warum ist die Shamrockstraße im Bereich der Ratsstuben bei eingeschränktem Halteverbot stets ohne Knöllchen zugeparkt? Alles eine Frage des Ermessens oder der Protektion?

26.08.2010
16:14
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von Eleonore Koester | #21

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26.08.2010
14:34
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von F.M.A. Voltaire | #20

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26.08.2010
14:34
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von F.M.A. Voltaire | #19

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26.08.2010
09:51
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von ``````````MAF Voltaier | #18

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25.08.2010
20:51
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von F.M.A. Voltaire | #17

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25.08.2010
19:19
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von F.M.A.Voltaire | #16

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25.08.2010
08:35
Kontrolle und Knolle
von Voltaire | #15

Die Parksituation im Schultenhof vor der Kneipe ist unerträglich.

25.08.2010
08:29
Kontrolle und Knolle
von Der_Horsthausener | #14

Es wird geparkt, wie es die Situation hergibt. So einfach ist das.

Zum Beispiel gibt es im Gewerbegebiet Friedrich-der-Große extra lange Parkbuchten. Da passen LKWs und PKWs rein.

Was macht der Mob?

Die LKW-Fahrer, i.d.R. für Dachser unterwegs, stellen die Zugmaschinen so ab, dass gute 50-80cm vom Gehweg durch die jeweilige Beifahrerseite beansprucht werden. Warum? Nun, die rasen selber gerne in dem Bereich und wenn man auf der Fahrerseite aussteigt, dann möchte man nicht auf der Strasse aussteigen, sondern auf dem Parkstreifen landen... nette Unsitte, schädigt aber Gehweg und teilweise bleiben je nach Strassenseite nur 60cm vom Gehweg für Passanten übrig.

Und der größte Lacher ist bei Phoenix zu finden. Hat man doch eine direkte Zufahrt. Um dort Ordnung zu schaffen hat man direkt am Gehweg zur Straße eigenmächtig Verkehrsschilder der StVO angebracht (Einfahrt verboten). Hält sich aber keiner dran. Die Abholer fahren auf den Gehweg direkt vor das Eingangsportal.

Bei UPS konnte man früher regelmäßig Mitarbeiter einer Bielefelder (gibt es Bielefeld überhaupt?) Firma immer bei der Tour beobachten, wie trotz freier PKW-Plätze immer direkt vor dem Paketausgabe-Häuschen geparkt wurde.

Und für die Spätschichten ab nachmittags zählt halt bei UPS auch nur noch der Parkplatz auf dem Gehweg.

Die meisten der genannten Firmen haben ausreichend versiegelte Flächen, um ihre eigenen (oder angemieteten) Kraftfahrzeuge und auch die der Mitarbeiter auf dem zugewiesenen Gelände abzustellen.

Kontrollen? Im Straßenverkehr und bzgl. Ordnung & Recht ist die Stadt genauso dabei wie bei Kontrollen der ausgeführten Tätigkeiten Ihrer Mitarbeiter der Beteiligungsgesellschaften...

Da wundert einen nichts mehr.

24.08.2010
21:15
Kontrolle und Knolle
von F.M.A. Voltaire | #13

# 7

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