„Komasaufen“: Prävention ist das Wichtigste

Bundesweit geht die Zahl der Jugendlichen, die mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden, zurück. Die WAZ sprach mit Ronja Sabinger vom Therapieverbund Herne, um zu klären, wie die aktuelle Situation in Herne aussieht.

1 Können Sie auch einen Rückgang der Alkoholvergiftungen in Herne erkennen?

Über Jugendliche, die mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus kommen, können wir leider nicht viel sagen, da die Jugendlichen selten von ihre Alkohol­exzesse erzählen. Solche Fälle haben wir selten in unserer Beratung.

2 Was gibt es für Maßnahmen, um Alkoholmissbrauch und Alkoholvergiftungen vorzubeugen?

Das Wichtigste ist es, mit den Jugendlichen im Gespräch zu bleiben und immer ein Auge darauf zu haben, inwieweit die Alkoholvorschriften eingehalten werden. Sehr wichtig ist es, dass unter 18-Jährige nicht an harten Alkohol gelangen. Außerdem muss man auch Eltern auffordern, sich intensiv mit den Jugendlichen zu beschäftigen und diese über mögliche Tücken aufzuklären.

3 Was wird unternommen, wenn Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden?

Leider können wir in solchen Momenten nicht viel unternehmen. In anderen Städten gibt es Projekte, bei denen auch immer ein Suchtberater vor Ort ist, sobald ein unter 16-jähriger ins Krankenhaus eingeliefert wird. Solch ein Projekt gibt es bei uns in Herne leider nicht.