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Bergbau

Kohle-Koloss in Herne wird gesprengt

21.08.2012 | 20:00 Uhr
Am Samstag wird die Kohleverladung der ehemaligen Schachtanlage Blumenthal gesprengt.Foto: Ute Gabriel

Herne.  Der Bergbau vollzieht seinen Abschied am kommenden Wochenende deutlich hörbar. Am Samstag, 25. August, wird die alte Kohleverladung der ehemaligen Schachtanlage General Blumenthal 11 gesprengt - um exakt 10.15 Uhr. Anwohner dürfen in ihren Häusern bleiben, sollen aber die Rollläden schließen.

Am kommenden Samstag wird es exakt gegen 10.15 Uhr am Morgen ziemlich heftig knallen im Bereich der Kastanienallee in Wanne-Süd. Der Grund: Der Bergbau vollzieht seinen Abschied deutlich hörbar. Im Zuge der Abbrucharbeiten der ehemaligen Schachtanlage General Blumenthal 11 wird die ehemalige Kohleverladung gesprengt.

Das Wichtigste vorweg: Die wenigen Anwohner, die im Bereich Kastanienalle, Landgrafenstraße und Bobenfeld innerhalb eines 300 Meter-Sicherheitsradius’ liegen, müssen ihre Häuser nicht verlassen, als maximale Sicherheitsmaßnahme dürfte es wohl reichen, die Rollläden herunterzulassen - die Betroffenen werden in diesen Tagen gesonderte Informationen in ihren Briefkästen finden.

Sprengung in unmittelbarer Nähe vom Kraftwerk

Was für Anlieger also aller Voraussicht nach problemlos ablaufen dürfte, stellt Konstantin Montemor, Projektleiter bei RAG Montan Immobilien, vor eine besondere Herausforderung. Denn die Kohleverladung - ein 56 Meter hoher und rund 6000 Tonnen schwerer Koloss - steht in unmittelbarer Nähe zum Eon-Kohlekraftwerk Shamrock . Wie unmittelbar: Das erste Bahngleis zur Kohleanlieferung ist keine zwei Meter entfernt, die Gebäude des Kraftwerks gerade mal 15 Meter.

„Wir haben einen Teil der Verladung konventionell mit Baggern zurückgebaut“, sagt Robert Proch, Geschäftsführer der RBI-Saar GmbH, die mit dem Abbruch beauftragt ist. Dies sei ab einem bestimmten Punkt zu gefährlich geworden. Konsequenz: Sprengung.

62 Kilogramm Sprengstoff

Die umfangreichen Vorbereitungen laufen bereits seit April: Unter anderem muss ein Sprengkonzept erstellt und der dazugehörige Antrag bei der Bezirksregierung in Arnsberg gestellt werden. Dazu gehört auch eine Untersuchung zu möglichen Erschütterungen auf dem Kraftwerksgelände.

Die Rahmendaten dieses Konzepts: 62 Kilogramm Sprengstoff sollen den Brocken flachlegen, die Sprenglöcher sind bereits gebohrt. Sie stecken in zwei der drei Säulenreihen, auf denen das Gebäude ruht. Sie sollen wegknicken, damit sich der Klotz in die richtige Richtung neigt. Zugleich wurde die dritte Säulenreihe verstärkt. So soll verhindert werden, dass der Bau nach hinten wegrutscht. Zusätzlich werden die Säulen mit einem Vlies eingewickelt, damit herumfliegende Gesteinsbrocken keinen Schaden bei Eon anrichten.

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Kommentare
25.08.2012
11:19
Kohle-Koloss in Herne wird gesprengt
von Muellmarie | #1

Ist ja schön das man sich um das EON Werk sorgt. Was ist mit den Anwohnern. Was ist mit den Schächten die unterm Gelände langlaufen. Und wenn die...
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Kohle-Koloss in Herne wird gesprengt
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2012-08-21 20:00
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