Klinik für Altersmedizin zog von Börnig nach Herne-Mitte um

Am Sonntag morgen war es soweit: Die Fahrzeuge standen bereit, um die Patienten von Börnig zum Hölkeskampring zu bringen.
Am Sonntag morgen war es soweit: Die Fahrzeuge standen bereit, um die Patienten von Börnig zum Hölkeskampring zu bringen.
Foto: Elisabeth-Gruppe
Was wir bereits wissen
Das Marienhospital Herne hat seine Klinik für Altersmedizin und Frührehabilitation am Sonntag vom Standort in Börnig ins Haupthaus in Herne-Mitte verlagert.

Herne..  Das Marienhospital Herne hat seine Klinik für Altersmedizin und Frührehabilitation am Sonntagmorgen vom Standort in Börnig ins Haupthaus in Herne-Mitte verlagert. Damit habe das Uni-Klinikum den ersten Schritt getan, um seine „Kompetenzen in einem Haus zu bündeln“, sagt Theo Freitag, Chef der St. Elisabeth-Gruppe. Nach und nach sollen nun auch die anderen Fachabteilungen an den Hölkeskampring verlagert und die Zweigstelle leergezogen werden.

Betroffen vom Umzug waren am Sonntag 35 Menschen. Sie wurden mit zwölf Patienten-Transportern von der Widumer Straße nach Herne-Mitte gebracht. „Es hat alles sehr gut und reibungslos funktioniert“, so Simone Lauer, Mitglied der Geschäftsleitung der St. Elisabeth-Gruppe. Alle Patienten seien mit einer Rose empfangen worden. Die Rückmeldungen seien durchweg positiv, weil die Unterbringung im Haupthaus deutlich besser sei.

Dort werde die Klinik für Altersmedizin und Frührehabilitation unter dem Dach der Station 4 A/B weitergeführt. Den Patienten stünden die Kompetenzen aller internistischen Fachabteilungen zur Verfügung, darunter Allgemeine Innere Medizin, Pneumologie, Kardiologie oder Onkologie. „Am neuen Standort wird die gleiche Zahl Patienten behandelt wie bisher, die Abteilung wird nicht verkleinert“, betont Lauer gegenüber der WAZ.

Prof. Timm Westhoff, Direktor der Medizinischen Klinik I, übernimmt mit dem Umzug kommissarisch die Verantwortung für die medizinische Versorgung der geriatrischen Patienten. Er hat die Verantwortung für beide medizinischen Abteilungen bis zur Neubesetzung der derzeit ausgeschriebenen Chefarzt-Position sowie Professur für Altersmedizin und Frührehabilitation der Ruhr-Uni, so die Klinik.

Weitere Termine stehen nicht fest

Wann die anderen Abteilungen, darunter Kinder-Chirurgie und Urologie, an den Hölkeskampring umziehen, stehe noch nicht fest, sagte Lauer. Der Umzugstermin richte sich nach der Fertigstellung der neuen Räumlichkeiten im Haupthaus: „Diese ist für Ende 2017 geplant.“ Zur Erinnerung: Die Elisabeth-Gruppe nimmt rund 70 Millionen Euro in die Hand, um das Krankenhaus um zwei Etagen aufzustocken, nach und nach zu sanieren sowie organisatorisch neu aufzustellen. So zieht die Onkologie etwa vom vierten in den ersten Stock.

Abschließend zur Tagesklinik: Bis zur Fertigstellung des Neubaus am Hölkeskampring sollen die tagesklinischen geriatrischen Patienten am Standort Börnig medizinisch und therapeutisch betreut werden – „in der gewohnten Qualität“, so die Elisabeth-Gruppe.