Klagen über Szene auf dem Glückaufplatz in Wanne-Eickel

Anwohner des Glückaufplatzes beschweren sich über die aus ihrer Sicht unhaltbaren Zustände im Umfeld der neuen Kaufland-Filiale.
Anwohner des Glückaufplatzes beschweren sich über die aus ihrer Sicht unhaltbaren Zustände im Umfeld der neuen Kaufland-Filiale.
Foto: Ralph Bodemer
Was wir bereits wissen
Bezirksvertretung Wanne: Anwohner beschweren sich über die Zustände auf dem Glückaufplatz. Der Stadt ist das Problem bekannt.

Herne..  Dem geballten Zorn von Kaufland-Anwohnern sah sich die Verwaltung in der Sitzung der Bezirksvertretung Wanne ausgesetzt. Auf dem Glückaufplatz habe sich im Umfeld des Lebensmittelmarktes eine Drogen- und Trinkerszene etabliert, so der Vorwurf. Und: Dieser Bereich vermülle immer mehr. Die Erklärungen des Fachbereichs Öffentliche Ordnung und von Entsorgung Herne konnten nicht alle Bürger zufriedenstellen.

Über unhaltbare Zustände berichteten mehrere Anwohner in der Sitzung der Bezirksvertretung, die sich auf Initiative von SPD und CDU mit dem Thema befasste. Am hellichten Tag würden im Bereich der Kaufland-Anlieferung Drogen verkauft, so ein Bürger. Gebrauchte Spritzen und Glasscherben lägen herum. Auf dem angrenzenden Spielplatz seien immer wieder Scherben und Zigarettenkippen zu finden. Hinzu komme die Lärmbelästigung durch „Saufgelage“. „Das geht manchmal die ganze Nacht durch“, so ein Anwohner. Junkies und Säufer seien geschäftsschädigend, klagte eine am Glückaufplatz ansässige Therapeutin. Überall werde die Notdurft verrichtet.

„Die Probleme sind der Verwaltung bekannt“, sagte Karl-Wilhelm Schulte-Halm vom Fachbereichs Öffentliche Ordnung. Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) seien regelmäßig vor Ort und hätten schon zahlreiche Platzverweise ausgesprochen. Das treffe auch für die Polizei zu, die vor allem nachts und an Wochenenden dort im Einsatz sei. Auch werktags könne der acht Mitarbeiter zählende KOD nicht rund um die Uhr am Glückaufplatz präsent sein.

Regelmäßige Reinigung

Der Spielplatz an der Kaufland-Filiale werde in Kürze auch offiziell als solcher ausgewiesen und beschildert, kündigte Schulte-Halm an. Erst dann könne die Stadt dort das Rauchen und Konsumieren von Alkohol untersagen.

Die Trinkerszene habe sich vom Buschmannshof zum Glückaufplatz verlagert, sagte SPD-Ratsherr Volker Bleck. Hier seien „die Wege“ zum Alkohol kürzer. Die Verwaltung müsse Maßnahmen ergreifen, um gegenzusteuern.

Auch ein Mitarbeiter von Entsorgung Herne stand Rede und Antwort. Die Stadttochter sei für die Reinigung des Platzes vor Kaufland sowie des Spielplatzes zuständig, berichtete er. Dies geschehe fünfmal die Woche. Für den Gehweg und den Eingangsbereich zeichne Kaufland verantwortlich. Entsorgung Herne habe Platz und Umfeld nach Beschwerden mehrfach kontrolliert, dabei jedoch keine groben Verunreinigungen feststellen können, sagte er. CDU-Bezirksfraktions-Chef Frank Droste räumte ein, dass sich die Sauberkeit zuletzt verbessert habe.