KiK-Stiftung - Nach Eklat weniger Kinder im Kidstreff Herne
18.07.2011 | 18:52 Uhr 2011-07-18T18:52:00+0200
Herne. Das Kidstreff kämpft um Anerkennung: Nach dem Eklat um die Ausbeutung der Mitarbeiter verlor die Einrichtung der KiK-Stiftung „help and hope“ viele ihrer Stammgäste. Der ehemalige Leiter arbeitet jetzt in einer anderen Einrichtung.
Das Kidstreff kämpft um Anerkennung: Nach dem Eklat um die Ausbeutung der Mitarbeiter verlor die Einrichtung der KiK-Stiftung „help and hope“ viele ihrer Stammgäste. Der ehemalige Leiter arbeitet jetzt in einer anderen Einrichtung.
Mitte Juni geriet die KiK-nahe Stiftung „help and hope“ öffentlich ins Kreuzfeuer, nachdem ihre Mitarbeiter des Baukauer „Kidstreff“ gekündigt hatten und schwere Vorwürfe erhoben hatten. Unter den Folgen leidet der offene Treff von „help and hope“ nach wie vor.
Kamen vor dem Eklat bis zu 30 Mädchen und Jungen in den Kidstreff an der Bismarckstraße, so besuchen mittlerweile „sieben bis zehn Kinder täglich die Einrichtung“. Das erklärte Kai-Uwe Lindloff, Vorstands-Chef der Stiftung, auf Anfrage der WAZ. Die Zahl nehme aber stetig zu.
Nach den Sommerferien würden weitere Fachkräfte das von der Diplom-Pädagogin Judith Hesselink geleitete Team verstärken. Das Angebot soll nach und nach erweitert werden, die Öffnungszeiten blieben die gleichen. Die Stiftung freue sich, so Lindloff weiter, dass die Zusammenarbeit mit der benachbarten Janosch-Förderschule „nach wie vor eine sehr gute ist“.
Früherer Leiter arbeitet nun in anderer Einrichtung
Die Stiftung muss aber auch zur Kenntnis nehmen, dass die Mehrheit der nachmittags betreuten Janosch-Förderschüler dem früheren Kidstreff-Leiter Michael Pfister gefolgt ist. Der ist zurzeit noch auf ehrenamtlicher Basis - sein Vertrag mit „help & hope“ läuft bis Ende August - gemeinsam mit den ehemaligen Kidstreff-Kolleginnen in der evangelisch-freikirchlichen Einrichtung „Life-Line“ an der Neustraße tätig.
Im Schnitt etwa 25 Kinder nähmen täglich das Angebot dieses ebenfalls offenen Treffs in Anspruch, so Pfister zur WAZ. Nach den Sommerferien wolle man „richtig loslegen“. Zur Finanzierung benötige man Sponsoren.
Klare Bekenntnis zum Erhalt des Kidstreff
Obwohl „Life-Line“ von zahlreichen Janosch-Schülern aufgesucht wird, herrscht zwischen der Schule und der freikirchlichen Einrichtung in Herne-Mitte Funkstille. Hintergrund: Nach den Vorfällen im Juni hatte Schulleiter Turke sich in einem Brief an alle Eltern sehr deutlich zum Kidstreff von „help & hope“ bekannt und dafür geworben, dass die Förderschüler nach dem Unterricht weiterhin diese Einrichtung besuchten.
Die Stiftung leckt derweil ihre Wunden. Im neuen Infobrief von „help & hope“ klagt Kuratoriumsvorsitzender (und KiK-Chef) Stefan Heinig, dass ihn die Vorfälle in Herne und insbesondere die damit verbundene Berichterstattung „schwer enttäuscht“ hätten. Auch er legte ein klares Bekenntnis zum Erhalt des Kidstreff ab. Außerdem kündigte er an, dass sich „help and hope“ national und international „breiter in der Förderung von Projekten aufstellen“ werde. Vom noch im März-Infobrief angekündigten Vorhaben, in Herne einen weiteren Jugendtreff einzurichten, ist aber keine Rede mehr.
12:12
Ich kenne Herrn Pfister nicht. Aber den Medien konnte ich entnehmen, daß er sich vor dem Kidstreff schon ehrenamtlich in der Kinderbetreuung betätigt hat und nun wieder, auch ehrenamtlich, in einer entsprechenden Einrichtung aktiv ist. Wenn er im Kidstreff Gehalt bezogen hat bei einer gleichartigen Tätigkeit, dann muß sein Ausscheiden dort ja wohl einen anderen Grund gehabt haben als z.B. Geld. Vielleicht hat er ja die wahren Kidstreff-Hintergründe erkannt?
08:06
Es wird von täglich sieben bis zehn Kindern gesprochen, das kann ich nicht nachvollziehen.
Ich habe allerbesten Blick auf den Kidstreff und habe etwa drei bis fünf, an guten Tagen auch mal sieben Kinder gezählt. Aber mehr als sieben Kinder, geschweige denn zehn, kann ich ganz klar nicht bestätigen.
Ich frage mich, wie lange zahlen die Sponsoren noch die Kosten für Personal, Miete und so weiter, wenn es nur so wenige Kinder sind.
20:58
Was mich noch umtreibt:
Warum setzt sich der Schulleiter der Janosch-Förderschule so vehement für einen Ableger des bekanntermaßen ausbeuterischen KIK-Unternehmens ein?
20:50
„breiter in der Förderung von Projekten aufstellen“ -
na, da braucht´s doch keine Projekte für.
Einfach überall Mitarbeitern etc. faire Löhne zahlen und schon können die sich leisten, ihre Kinder selbst gut zu versorgen, bzw. versorgen zu lassen, wo und bei wem sie wollen.
Ja und was #1 gesagt hat - Steuern zahlen, damit Kommunen die Daseinsfürsorge ordentlich betreiben können.
20:24
Wenn ich Heinig wäre, würde ich den Laden in Herne zumachen und mein Geld anderweitig anlegen.
18:09
Kik???
In diesem Fruchtwasserladen kaufe ich eh nicht ein...
15:16
Ausbeutung bei KiK? Kann doch nicht sein...
11:43
Herr Heinig sollte mal offenlegen, was er durch diese Stiftung in seinen Unternehmen an Steuern spart.