Keine Gewinner, keine Verlierer
23.02.2009 | 16:45 Uhr 2009-02-23T16:45:02+0100Einfach nur Party: Marko Habel und Chris Christen hatten am Wochenende zu einer großen Hip-Hop-Fete in das Heisterkamp-Zentrum eingeladen. Neben den "Ruhrpottkindern" traten zehn weitere Formationen auf
Da sage noch einer, Jugendliche beschäftigen sich nur mit ihrer Spielkonsole oder hängen stundenlang vor der Flimmerkiste: Marko Habel und Chris Christen, beide 19 Jahre alt, nutzen ihre Freizeit, um sich sportlich zu betätigen. Beide tanzen Hip-Hop. Gemeinsam luden sie nun zum "Backyard-Sound Vol. II" in den Heisterkamp ein.
"Der Backyard-Sound Vol. II ist aber kein Battle", stellt Habel sofort klar, "sondern ein Jam." Der Unterschied, erläutert er, bestehe darin, dass es sich bei einem Battle um einen Wettbewerb zwischen verschiedenen Hip-Hop-Gruppen handelt. "Bei einem Jam gibt es keinen Gewinner und keinen Verlierer, denn ein Jam ist nichts anderes als eine große Hip-Hop-Party", so Habel.
Vor vier Wochen fand in der Jugend-Kunst-Schule (JKS) bereits die erste Backyard-Veranstaltung statt. "Damals kamen etwa 50 Leute. Wir hoffen, dass es dieses Mal doppelt so viele Zuschauer werden," so Christen vor dem Event. Die beiden Ausrichter, die bei der Organisation des Dance-Events vom Team des Heisterkamps unterstützt wurden, kennen sich schon länger. Bekannt sind sie in der Herner und Bochumer Hip- Hop-Szene als die "Ruhrpottkinder". Auch sie wollten an diesem Abend die Gäste mit ihrem energiegeladenen Sound begeistern.
Neben den Ruhrpottkindern traten noch zehn weitere Formationen auf: Westvanart, White Dimma Entertainment, R.K.T.S, Manny Flow, R.W.B Crew (alle aus Bochum), sowie Chaosbombe (Hattingen), Rock the Rhyme, Alidaxo (Herne) und die zwei Herner Newcomer Alkan und Luniz. "Beiden wünsche ich für ihren ersten Auftritt viel Glück, denn ich weiß, wie aufgeregt man ist, wenn man zum ersten Mal vor Publikum tanzt und rappt," sagte Marko Habel.
Vier Euro nahmen die beiden Ruhrpottkinder für den Eintritt in das Jugendzentrum. "Zwei Euro davon bezahlen wir an das Team vom Heisterkamp, weil sie die Getränke besorgt haben", so Chris Christen. "Der Rest fließt in unser Tonstudio in Bochum, das sich derzeit im Bau befindet. Im Sommer wird es fertig sein." Dann werden auch Gruppen wie Alidaxo aus Herne "für kleines Geld" ihre Songs aufnehmen können.
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